Mysteriöse Beute

Gangster überfallen Prinzen-Konvoi in Paris

Paris - Die Wagenkolonne eines saudiarabischen Prinzen ist in Paris Ziel eines spektakulären Raubüberfalls geworden. Schwer bewaffnete Gangster erbeuteten 250.000 Euro - und das war nicht alles.

Nach Informationen des Radiosenders France Info handelte es sich bei den Tätern um acht Männer, die unter anderen mit Sturmgewehren vom Typ Kalaschnikow bewaffnet waren. Sie zwangen eines der Fahrzeuge aus der Diplomaten-Kolonne zum Anhalten und kaperten es. Die drei Insassen wurden wenig später unverletzt freigelassen. Das Fahrzeug setzten die Täter, nach denen zunächst erfolglos gefahndet wurde, nach ihrer Flucht in einem Pariser Vorort in Brand - vermutlich um Spuren zu verwischen.

Der Konvoi des namentlich nicht genannten Prinzen war nach ersten Ermittlungen am Sonntagabend an der Botschaft Saudi-Arabiens losgefahren und sollte wenig später den Pariser Flughafen Le Bourget erreichen. Offensichtlich waren die Gangster über die Fahrt informiert gewesen.

Die Beute des Überfalls an der Pariser Porte de la Chapelle bestand nach Angaben der Polizei neben der Viertelmillion Dollar auch aus als sensibel eingestuften Dokumenten aus der Botschaft des Königreiches in Frankreich. Ob sie geheime Informationen enthielten, war zunächst unklar. Auch auf die Frage, warum eine so große Menge Bargeld transportiert wurde, gab es zunächst keine Antwort aus der saudi-arabischen Botschaft.

dpa/afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Studie: Neandertaler schufen älteste Höhlenkunst
War der Neandertaler ein eher einfacher Zeitgenosse oder ein kunstsinniger Feingeist? Dem modernen Menschen gar ebenbürtig? Neue Funde befeuern die Debatte.
Studie: Neandertaler schufen älteste Höhlenkunst
Vater soll seinen Babys Rippen, Beine und Arme gebrochen haben
In Nordhessen hat ein Vater offenbar seine wehrlosen Kinder misshandelt. Dabei handelt es sich um ein Zwillingspaar, dass vermutlich auf sehr schmerzhafte Weise gequält …
Vater soll seinen Babys Rippen, Beine und Arme gebrochen haben
Oberlandesgericht bestätigt Freispruch von Tierschützern
Jubel bricht aus im Gerichtssaal, als der Vorsitzende Richter den Freispruch von drei Tierschützern bestätigt. Aus deren Sicht ist das ein Urteil "mit Signalwirkung".
Oberlandesgericht bestätigt Freispruch von Tierschützern
Deutschem droht Todesstrafe auf Bali
Eine Sturmhaube über dem Gesicht und einen orangefarbenen Overall trägt der Deutsche auf dem Weg zu einer Pressekonferenz. Die Polizei erhebt schwere Vorwürfe gegen den …
Deutschem droht Todesstrafe auf Bali

Kommentare