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Die Elgin-Gasplattform des französischen Energiekonzerns Total in der Nordsee.

Gas-Leck an Förderplattform wohl lokalisiert

London - Der Betreiber der leckgeschlagenen Förderplattform in der Nordsee hat offensichtlich die undichte Stelle lokalisiert. Auch an anderer Stelle gibt Total Entwarnung.

“Wir glauben, wir wissen wo es ist“, sagte der Sicherheitschef für Großbritannien des französischen Total-Konzerns, David Hainsworth, am Mittwoch in der BBC. Demnach befindet sich das Leck an der Förderplattform an einer vor einem Jahr stillgelegten Gasquelle, die 5500 Meter unter den Meeresboden reicht. Die undichte Stelle befinde sich in etwa 4000 Metern Tiefe unter dem Meeresboden.

Nach Angaben von Hainsworth will das Unternehmen nun zwei Optionen zur Schließung des Lecks vorantreiben - neben einer Monate dauernden Entlastungsbohrung auch einen so genannten “Kill“. Dabei wird Schlamm von oben in das Bohrloch gepresst. Diese Variante ist schneller, gilt aber auch als risikoreicher. Es werde noch einige Tage dauern, bis alle Informationen gesammelt seien und eine Entscheidung getroffen werden könne. Bis dahin sollen beide Optionen vorangetrieben werden.

Außerdem enthalte das austretende Gasgemisch nach Angaben der Betreiberfirma Total keine giftigen Substanzen. “Wir können mit Sicherheit ausschließen, dass sich in dem Gas giftige Substanzen befinden“, sagte eine Sprecherin des französischen Unternehmens am Mittwoch in Aberdeen der Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben von Umweltschützern sollen auch giftige Schwefelverbindungen in dem Gas enthalten sein.

dpa

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