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Die Elbe in Magdeburg

Gebrochener Deich: Elbe steigt weiter

Breitenhagen - Im Elbe-Saale-Winkel und am Zusammenfluss von Elbe und Havel konnten die Menschen gerade erst in ihre Häuser zurück. Und schon steigt das Wasser an den Elb-Pegeln Sachsen-Anhalts wieder.

Die von Deichbrüchen betroffenen Regionen in Sachsen-Anhalt bereiten sich auf die erneut steigenden Wasserstände der Elbe vor. Während in Fischbeck eine Wand aus Stahlplatten das Wasser vom Ort fernhalten soll, wurde bei Breitenhagen der Deich so gut es ging geschlossen, wie eine Sprecherin des Krisenstabes der Landesregierung am Donnerstag in Magdeburg sagte. Vorhersagen gehen nach heftigem Regen in Tschechien und Sachsen von einem schnellen Anstieg der Elbe-Pegelstände aus.

Die Hochwasservorhersagezentrale geht davon aus, dass in Magdeburg der Pegelstand bis zum Montag auf 4,60 Meter steigen könnte. Der Höchststand hatte hier am 9. Juni bei 7,46 Metern gelegen, normal sind knapp zwei Meter. In Tangermünde könnte der Scheitel am Dienstag kommender Woche mit 5,50 Metern erreicht werden.

Am Donnerstag sei der Deich bei Breitenhagen im Elbe-Saale-Winkel geschlossen worden, sagte eine Sprecherin des Katastrophenstabes des Salzlandkreises. In Breitenhagen selbst liefen noch immer Pumpen, um den Ort vom abklingenden Hochwasser freizubekommen. Erst kürzlich konnten die Menschen in der Region wieder in ihre Häuser zurück. Allerdings gibt es noch große Probleme bei der Versorgung mit Trinkwasser, Strom und dem Abwasser. Der Deich war unter den Wassermassen der Elbe gebrochen und später weiter aufgesprengt worden, um die Fluten zurück in den Fluss ablaufen zu lassen.

Vorher-Nachher-Bilder: Deutschland unter Wasser

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Bei Fischbeck wird seit der Nacht zum Donnerstag eine Wand aus Stahlplatten auf der Deichlinie errichtet. Wie ein Sprecher des Landkreises sagte, soll sie bis Samstagmittag fertig sein. An dem gebrochenen Deich waren vor knapp zwei Wochen drei Lastkähne versenkt worden, um die Wassermassen daran zu hindern, weiter in den Elbe-Havel-Winkel zu strömen. Allerdings fließe noch immer etwas Wasser unter den Schiffen hindurch, und auch die Höhe reiche nicht, um ein neues Hochwasser abzuhalten, sagte der Sprecher.

dpa

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