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Frankreich ist das gebärfreudigste Land in der EU. Foto: Frank May

1,5 Kinder je Frau

Geburtenzahl in Deutschland gestiegen

Es ist die höchste Geburtenrate in Deutschland seit der Wiedervereinigung - und liegt dennoch unterhalb des EU-Durchschnitts. Aber auch in anderen Ländern halten sich Paare mit Nachwuchs zurück.

Wiesbaden (dpa) - Beim Nachwuchs halten sich die Deutschen im Vergleich zu ihren EU-Nachbarn weiterhin zurück: Mit durchschnittlich 1,5 Kindern je Frau lag die Geburtenziffer im Jahr 2015 unter dem EU-Durchschnitt von 1,58 Kindern je Frau, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Gleichzeitig sei es der höchste Wert in Deutschland seit der Wiedervereinigung. Im Jahr 2009 lag der Durchschnittswert in Deutschland noch bei 1,36 Kindern - seither stieg die Ziffer kontinuierlich an.

Frankreich ist mit einer Geburtenrate von durchschnittlich 1,96 Kindern je Frau das gebärfreudigste Land in der EU, hieß es unter Berufung auf die Eurostat-Datenbank, aus der Zahlen bis zum Jahr 2015 hervorgehen. Irland lag mit 1,92 Kindern je Frau auf Platz zwei, während Portugal mit 1,31 Kindern das Schlusslicht bildete.

Die Theorie, dass in katholisch geprägten Ländern wie Irland der Kindersegen stärker angestrebt wird, wackelt allerdings. Denn das ebenfalls stark katholisch geprägte Polen gehörte zu den Ländern mit besonders niedriger Geburtenrate. Zusammen mit Zypern wies Polen mit jeweils 1,32 Kindern pro Frau den zweitniedrigsten Wert aus.

Besonders drastisch war der Geburtenrückgang in den vergangenen Jahren im Baltikum: So wurden 2015 in Litauen 45 Prozent weniger Kinder geboren als noch 1990. Einen ähnlichen Einbruch erlebten auch Lettland und Estland, wo die jährliche Zahl der Neugeborenen zwischen 1990 und 2015 um 42 beziehungsweise 38 Prozent zurückging.

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