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Überlebende des KZ Buchenwald legten Blumen auf den Appelplatz der Gedenkstätte.

Gedenken zum 66. Jahrestag der KZ-Befreiung

Berlin - Buchenwald, Sachsenhausen, Ravensbrück: An diesen Schreckensorten des Nazi-Regimes haben am Sonntag viele Menschen des 66. Jahrestags der Befreiung der ehemaligen Konzentrationslager gedacht.

Bei der Gedenkveranstaltung im einstigen KZ Buchenwald bei Weimar warnte der Präsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos (IKBD), Bertrand Herz, vor Rassismus und der Ausgrenzung ganzer Volksgruppen. Auf dem Appellplatz des Lagers wurden Kränze niedergelegt. In Buchenwald, wo die Nationalsozialisten seit Juli 1937 über 250 000 Menschen inhaftiert hatten, erlebten 21 000 Häftlinge die Befreiung durch US-Truppen am 11. April 1945.

Die meistgesuchten Nazi-Verbrecher

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In der Gedenkstätte des einstigen Lagers Ravensbrück bei Fürstenwalde/Havel (Brandenburg) wurden Kränze niedergelegt und Gedenktafeln für Kinderhäftlinge sowie ukrainische Gefangene enthüllt. Schon am Samstag war die Bronzeskulptur “Müttergruppe“ wieder aufgestellt worden. In ihrem größten Frauen-KZ hielten die Nationalsozialisten von 1939 bis 1945 rund 152 000 Frauen, Kinder und auch Männer gefangen. Die nach Ravensbrück Deportierten stammten aus mehr als 40 Nationen, unter ihnen Juden sowie Sinti und Roma. Zehntausende wurden ermordet, starben an Hunger, Krankheiten oder durch medizinische Experimente. Am 30. April 1945 befreite die Rote Armee in dem KZ noch etwa 2000 dort zurückgelassene Kranke.

In der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen bei Oranienburg (Brandenburg) wurde die Sonderausstellung “Sachsenhausen mahnt!“ eröffnet. Für rund 40 000 Euro ist eine Schau mit fünf Film- und vier Hörstationen auf rund 100 Quadratmeter Fläche entstanden. Sie widmet sich der Eröffnung der Anlage im Jahr 1961 im Schatten des Kalten Krieges und soll darstellen, wie das Leid der Opfer damals von der DDR und der Bundesrepublik instrumentalisiert wurde. “Wir versuchen, den zeithistorischen Kontext wieder aufleben zu lassen“, sagte Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgischer Gedenkstätten.

dpa

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