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Indische Frauen schütten Milch ins Meer. Es ist ein Ritual zum Gedenken an die Opfer der Tsunami-Katastrophe an Weihnachten 2004.

Gedenken an Opfer sechs Jahre nach Tsunami

Jakarta - Sechs Jahre nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean haben Menschen in den betroffenen Regionen mit Schweigeminuten und Gottesdiensten der Opfer gedacht.

Damals waren in 14 Ländern von Indonesien bis Madagaskar 230 000 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch tausende Touristen, die an den Stränden Thailands und Sri Lankas im Weihnachtsurlaub waren.

Am zweiten Weihnachtstag 2004 erschütterte ein Beben der Stärke 9,1 - eines der stärksten je registrierten Beben - die Westküste Sumatras. Die Verwerfung im Meeresboden löste einen Tsunami aus, der innerhalb von Minuten mit bis zu 30 Meter hohen Wellen auf die Küste Sumatras zurauschte. In den nächsten Stunden breiteten sich die Killerwellen im gesamten Indischen Ozean aus und richteten bis an die Küsten Afrikas teils verheerende Verwüstungen an. Nach dem Tsunami liefen beispiellose Hilfsaktionen an.

Am schwersten betroffen war mit etwa 170 000 Toten die indonesische Insel Sumatra. In Thailand kamen etwa 8000 Menschen um, ein Viertel davon ausländischen Touristen. In Sri Lanka waren etwa 40 000 Tote zu betrauern. In Indien starben rund 14 000 Menschen auf den Nikobaren-Inseln.

dpa

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