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Tausende Menschen besuchten die Trauerfeier für die Opfer des Loveparade-Unglücks in der Fußball-Arena in Duisburg.

Gedenkfeier für Loveparade-Opfer: "Sie fehlen uns"

Duisburg - Am Jahrestag der Loveparade-Massenpanik haben sich am Sonntag im Duisburger MSV-Stadion mehrere Tausend Menschen zu einer Gedenkfeier versammelt.

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Neben Angehörigen und Freunden der 21 Toten kamen bei strömendem Regen viele Retter und Verletzte, die die Katastrophe am 24. Juli 2010 überlebt hatten. An der öffentlichen Feier nahmen auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), das rot-grüne Landeskabinett sowie der CDU-Landesvorsitzende Norbert Röttgen teil. Der heftig kritisierte Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) war dagegen nicht anwesend - die Angehörigen hatten seine Teilnahme nicht gewünscht.

Gedenkfeier für die Opfer der Loveparade

Gedenkfeier für die Opfer der Loveparade

Evangelische und katholische Kirchenvertreter eröffneten die Feier mit Worten des Trostes und der Solidarität für die Angehörigen der Opfer. Petra Bosse-Huber, Vizepräses der rheinischen evangelischen Kirche, dankte den Duisburger Bürgern für ihre Hilfe nach der Katastrophe. Das Unglück habe die ganze Stadt bis heute traumatisiert. Der katholische Weihbischof Franz Grave erinnerte an den großen Verlust, den Eltern und Freunde durch den Tod ihrer Liebsten erlitten hätten. “Sie fehlen unserem Leben“, sagte er.

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

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Bereits seit Samstag hatten mehr als 3500 Menschen am Unglücksort im Karl-Lehr-Tunnel Blumenkränze, Sträuße und Kerzen niedergelegt. Bei der Massenpanik waren 21 Menschen erdrückt oder totgetrampelt worden, mehr als 500 wurden verletzt. Gegen 16 Beschuldigte ermittelt die Staatsanwaltschaft. Darunter sind viele städtische Mitarbeiter. Sauerland und der Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller gehören nicht dazu.

dpa

Ein Jahr nach der Loveparade-Massenpanik haben sich in einer bewegenden Gedenkfeier mehrere tausend Menschen an die 21 Toten erinnert. Angehörige der Opfer erhoben schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen. “Es war eine Tragödie, die mit Sicherheit vermeidbar gewesen wäre. An einem derartigen Ort hätte niemals ein Konzert stattfinden dürfen“, sagte Nadia Zanacchi, die Mutter eines Todesopfers, in ihrer Ansprache bei der Feier am Sonntag im Duisburger MSV-Stadion.

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