Gefährlicher Internet-Video-Trend

Amerikaner sprengt seinen Kühlschrank und stirbt fast dabei

In einem spektakulären Video aus den USA sprengt ein Mann einen Kühlschrank, wird dabei aber beinahe selbst getötet.

Texas - Im Internet macht derzeit ein Video die Runde, das zeigt, wie eine Schießübung auf einen mit Sprengstoff gefüllten Kühlschrank beinahe tödlich für einen Mann aus den USA endet.

Er feuert aus einer scheinbar sicheren Distanz mit einem Gewehr auf einen mit dem Sprengstoff „Tannerite“ gefüllten Kühlschrank. Die Druckwelle der dabei entstehenden Explosion schleudert jedoch dessen Tür durch die Luft. Nur knapp verfehlt sie den Schützen.

Virales Video 

Am vierten Juni postete Avery Ball das Video, das ihn vermutlich selbst zeigt, auf seinem Facebook-Profil. Seitdem ging es viral und wurde über fünf Millionen Mal aufgerufen, über 100.000 Mal geteilt, über 16.000 Mal geliked und es finden sich über 15.000 Kommentare darunter.

Vor allem in amerikanischen Waffen-Foren wie guns.com aber auch diversen Blogs und Seiten wie ladbible oder liveleak.com wurde das Video geteilt. Die Reaktionen sind gemischt. Während viele Internet-User das Video aus den verschiedensten Gründen lustig finden, empören sich ausgerechnet vor allem viele Schusswaffen-Begeisterte über die Gefährlichkeit der Aktion.

Denn Videos wie dieses und der eingesetzte Sprengstoff sind schon länger ein Thema von Kontroversen in den USA.

Was ist Tannerite?

Tannerite ist ein sogenannter binärer Sprengstoff. Das heißt, er besteht aus zwei Bestandteilen, die jeweils einzeln erworben und vom Benutzer dann zusammengemischt werden. Dadurch unterliegt er derzeit in den USA nicht der Kontrolle des Amts für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe (ATF), da beide Bestandteile für sich kein Sprengstoff sind. 

Gedacht ist Tannerite dafür, bei Schießübungen über weite Entfernungen durch kleine Explosionen dem Schützen besser erkennen zu geben, ob er getroffen hat. Denn der Sprengstoff kann nur durch den Einschlag besonders schneller Schusswaffen-Projektile gezündet werden. 

In den USA stark in der Kritik

Wie CNN berichtet, ist aber in den letzten Jahren in den USA ein gefährlicher Trend entstanden. Um besonders spektakuläre Internet-Videos zu produzieren, jagen immer wieder Menschen enorme Mengen des Sprengstoffs in die Luft. Dabei wurden schon mehrfach Personen, vor allem durch herumfliegende Objekte getötet. In einem Fall wurde sogar der Erschütterungsalarm eines Atomkraftwerks ausgelöst.

Die einfach Zugänglichkeit des Sprengstoffs steht auch in der Kritik, weil auch Terroristen ihn benutzen können. Im Fall des Bombenanschlags in New York im September 2016 gehen Ermittler laut Forbes davon aus, dass dabei Tannerite zum Einsatz kam. 

Daher wird immer wieder ein Verbot oder eine nur noch kontrollierte Abgabe des Sprengstoffs gefordert. Diverse Bundesstaaten haben schon entsprechende Gesetzesinitiativen auf den Weg gebracht.

hs

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook

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