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Die Berliner Polizei hat die sagenumwobene Kokosnuss-Kanone bereits konfisziert.

Kurioses Facebook-Posting

In Berlin regnet es Kokosnüsse - Polizei-Einsatz

Berlin-Schöneberg - Im Rahmen eines Kunstprojekts hat eine Berliner Studentengruppe Kokosnüsse durch die Lüfte fliegen lassen - und muss sich jetzt vor der Polizei verantworten.

Ob überdimensionale Katzenklos, Styropor-Micky-Mäuse oder auch Spiegeleier mit Fliegen: Auf Diplomausstellungen von Kunststudenten scheint jede noch so wilde und skurrile Abschlussarbeit nicht abgedreht genug. 

Doch eine Gruppe von etwa zehn Berliner Kunststudenten schoss laut Polizei kürzlich sprichwörtlich übers Ziel hinaus. Unter tatkräftiger Mithilfe seiner Kommilitonen hatte ein 23-Jähriger nämlich eine fünf Meter lange und zwei Meter hohe Kokosnuss-Kanone (nein, Sie haben sich nicht verlesen!) gebaut, die Gegenstände - vorzugsweise Kokosnüsse - mit immenser Druckluft verschießt. 

Wie funktioniert die Maschine?

Eine spezielle Konstruktion mit einem Druckluftbehälter samt Manometer sorgt dabei für die benötigte Energie, während der mit Pappmaché ummantelnde Metalllauf der Kanone dem Ganzen karibisches Flair verleiht - und damit tatsächlich an den Stamm einer Kokospalme erinnert.

Natürlich mussten die Studenten ihr Kunstwerk sofort auf Funktionsfähigkeit testen - doch der Schuss, den die spezielle Druckluftkanone auf dem Hinterhof eines Geländes losließ, wäre beinahe nach hinten losgegangen. 

Hundebesitzer kommt mit dem Schrecken davon

Denn die in die Luft geschleuderte Kokosnuss schoss am 1. März direkt an einem 38-jährigen Hundebesitzer vorbei, der gerade nichtsahnend mit seinem geliebten Vierbeiner Gassi ging. Der Mann wird wohl seinen eigenen Augen nicht getraut haben, als die rasend schnelle Frucht der Kokospalme ihn nur haarscharf verfehlte und der Berliner Polizei zufolge schließlich in einer Laterne einschlug - schließlich hätte diese Szenerie vielmehr einem Science-Fiction-Film denn dem echten Leben entspringen müssen.

Nachdem der erste Schock überwunden war, alarmierte der 38-Jährige sofort die Polizei und erzählte den zuständigen Beamten die verrückte Geschichte. Die Polizei Berlin wandte sich nun mit einem Facebook-Post an die Öffentlichkeit - und wählte dazu einen teils belustigten, teils mahnenden Tonfall. „In dem Kokosnuss-Kanonen-Projekt steckt gewiss viel Kreativität", heißt es in dem Schreiben. „Aber es fehlte nicht viel und der Hundehalter wäre an diesem Abend nicht nur mit dem Schrecken davongekommen.“ 

Eine zu harte Strafe?

Demzufolge werden die Studenten für ihr fahrlässiges Handeln nun gleich doppelt und dreifach bestraft: Die Beamten beschlagnahmten ihre Kanone und leiteten Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Und auch die Verschiffung des Kunstwerks in die Antarktis, die eigentlich am nächsten Tag hätte stattfinden sollen, fällt nun ins Wasser.

sl

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