Schwerer Unfall auf A9 bei München - Autobahn gesperrt - Hubschrauber im Einsatz

Schwerer Unfall auf A9 bei München - Autobahn gesperrt - Hubschrauber im Einsatz
+
Polizeibeamte sichern hinter einem Sichtschutz Spuren nach dem Fund der Frauenleiche in Barsinghausen. Foto: Peter Steffen

Barsinghausen in Niedersachsen

Getötete 16-Jährige aus Barsinghausen: Verdächtiger schweigt bei Prozessbeginn

Nach dem gewaltsamen Tod eines 16-Jährigen Mädchen in der Nähe von Hannover, muss sich ein Verdächtiger seit Montag vor Gericht verantworten. 

Update vom 12. November 2018: Verdächtiger schweigt bei Prozess

14.45 Uhr: „Ich denke jeden Tag an sie“, sagte eine 17 Jahre alte Zeugin über Anna-Lena. Sie verbrachte mit der Freundin und ihrem mutmaßlichen Mörder kurz vor der Tat etwa 15 Minuten am Bahnhof des Ortes. Der 24-Jährige habe angeboten, Anna-Lena nach Hause zu bringen, weil er in der Nähe wohne, sagte die Freundin. „Ihr Blick hat gezeigt, dass sie es eigentlich nicht so gern gewollt hat. Ich hätte mitgehen sollen.“ Es war kurz nach 1 Uhr am Sonntagmorgen. Der Angeklagte sei laut, angespannt und aufdringlich gewesen und habe vehement nach einem Joint verlangt, berichtet ein anderer Zeuge.

Kurz nach dem Verbrechen machten die beiden Freundinnen, die zuletzt mit Anna-Lena zusammen waren, den Tatverdächtigen ausfindig. Eine andere Freundin hatte ihn zufällig in der Nähe seiner Unterkunft gesehen und ein Handyfoto geschickt. Anders als vor der Tat trug er eine Schiene am Bein. Als eins der Mädchen ihn zur Rede stellte, habe er laut reagiert: „Ich war das nicht! Wie könnt ihr mir so was unterstellen? Das ist Rufmord!“ Er habe sich dann aber von der alarmierten Polizei widerstandslos festnehmen lassen.

10.05 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod der 16-jährigen Anna-Lena im niedersächsischen Barsinghausen muss sich ein junger Mann seit Montag wegen Mordes vor dem Landgericht Hannover verantworten. Sein Mandant werde zu diesem Zeitpunkt keine Angaben machen, sagte Verteidiger Christian J. Neumann. Dem 24-jährigen Deutschen wird vorgeworfen, die Jugendliche im Juni ohne erkennbaren Grund durch massive Tritte auf den Hals und durch Schläge mit einem 1,30 Meter langen Ast getötet zu haben. Beide hatten sich erst kurz vor der Tat am Bahnhof kennengelernt.

Möglicherweise habe der Angeklagte Anna-Lena auch getötet, weil der Versuch eines sexuellen Übergriffs gescheitert sei, sagte der Vorsitzende Richter Wolfgang Rosenbusch. Das tote Mädchen war mit heruntergezogener Hose nahe einer Grundschule gefunden worden.

Ursprungsmeldung vom 18. Juni 2018: Noch kein Geständnis des Tatverdächtigen 

Barsinghausen - Im Fall einer getöteten 16-Jährigen aus dem niedersächsischen Barsinghausen haben die Ermittler einen Haftbefehl erwirkt, aber noch kein Geständnis des Tatverdächtigen. Der 24 Jahre alte Mann soll die Jugendliche in der Tatnacht kennengelernt haben. "Nach derzeitigem Ermittlungsstand war es eine Zufallsbekanntschaft", sagte Polizeisprecherin Kathrin Pfeiffer.

Am Sonntag hatten Spaziergänger das tote Mädchen an einer Grundschule entdeckt. Einen Tag später fassten Ermittler den Verdächtigen, der ebenfalls in Barsinghausen bei Hannover wohnt. Der Mann mit deutscher und dominikanischer Staatsangehörigkeit wurde seitdem mehrfach vernommen und kam dann in Untersuchungshaft. "Nach intensiver Prüfung durch Ermittler der heute eingerichteten Mordkommission "Anna" hat sich der Tatverdacht gegen den Mann erhärtet", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Hannover am Dienstag mit. Der Mann habe die Tat aber bislang nicht gestanden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Nach Obduktion: Mädchen starb wohl durch schwere Schläge gegen den Kopf

Nach dem Ergebnis der Obduktion starb die Jugendliche durch schwere Schläge gegen den Kopf. Hinweise auf ein Sexualdelikt gibt es nicht. Die 16-Jährige wohnte in der Nähe der Schule und war zuletzt in der Nacht zum Sonntag gegen 1 Uhr am Bahnhof der Kleinstadt gesehen worden. An der Grundschule wurden auch am Dienstag Blumen und Stofftiere abgelegt. Teenager zündeten Kerzen an, auch ein Foto und ein kleines Büchlein erinnerte an das getötete Mädchen. Nach Medienberichten hatte die 16-Jährige zuletzt bei ihrer Patentante gewohnt, nur wenige Meter entfernt von der Grundschule.

Im gleichen Wohngebiet war im April die Leiche einer 55-Jährigen gefunden werden. Die tote Frau lag in einem Graben. Damals gab es laut Staatsanwaltschaft Hannover Hinweise auf ein Sexualdelikt. Die Ermittler prüfen jetzt, ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Taten gibt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mindestens neun Tote nach Zugunglück in Ankara
Schwerer Unfall am Stadtrand von Ankara: Ein Hochgeschwindigkeitszug kracht in eine Lokomotive, dann in eine Überführung. Unter den Toten ist auch ein Deutscher. Stunden …
Mindestens neun Tote nach Zugunglück in Ankara
Ford Mustang rast gegen Baum - was der Fahrer dann macht, ist unglaublich
Ein Mann rast mit seinem Ford Mustang gegen einen Baum. Die Polizei ist geschockt, als sie den Wagen öffnet.
Ford Mustang rast gegen Baum - was der Fahrer dann macht, ist unglaublich
Schweres Zugunglück in Ankara: Deutscher unter den neun Todesopfern
In der türkischen Hauptstadt Ankara kam es zu einem schweren Zugunglück. Die Behörden sprechen von neun Toten und 80 Verletzten. Eines der Todesopfer ist ein Deutscher.
Schweres Zugunglück in Ankara: Deutscher unter den neun Todesopfern
Mann pöbelt an Flughafen rum - was er Polizist dann antut, sorgt für Entsetzen
Ein Amerikaner benimmt sich am Flughafen mächtig daneben - was er tut, als die Polizei in festnehmen will, ist unfassbar grausam.
Mann pöbelt an Flughafen rum - was er Polizist dann antut, sorgt für Entsetzen

Kommentare