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Ein Krankenwagen fährt durch die Einfahrt eines Krankenhauses in Algerien, wo Terroristen mehrere Geiseln genommen hatten

Er entkam dem Geiseldrama

Norweger flüchtete 15 Stunden durch Wüste

Oslo - Mit einem 15-stündigen Fußmarsch durch die Wüste hat sich ein Norweger vor den Terroristen auf dem algerischen Gasfeld in Sicherheit gebracht. Erst nach 50 Kilometern durfte er aufgeben.

Die Osloer Zeitung „VG“ berichtete am Sonntag, der 57-Jährige aus Bergen habe sich als Geisel in der Nacht zum Freitag zur Flucht entschlossen. Er sei dann zusammen mit sieben Schicksalsgenossen aus der Anlage entkommen und in östlicher Richtung durch die Wüste marschiert.

Nach etwa 50 Kilometern erreichte die Gruppe eine Ortschaft und wurde dort medizinisch versorgt. Der Mann konnte seine Familie in Norwegen anrufen und ihr von der Rettung berichten. Er sei bei der Ankunft völlig erschöpft und dehydriert gewesen, hieß es in dem Bericht, für den die Zeitung keine Quelle nannte.

Mit einem weiteren Blutbad war das Geiseldrama in der algerischen Wüste am Samstag zu Ende gegangen. Einheiten der Armee hatten die Gasanlage bei In Amenas im Osten des Landes gestürmt. In Mali setzte die dortige Armee mit französischer Unterstützung den Kampf gegen islamistische Rebellen fort. Die Geiselnehmer in Algier hatten ein Ende des Einsatzes in Mali gefordert. Bei der Militäraktion gegen die Geiselnehmer in der algerischen Wüste sind insgesamt 55 Menschen getötet worden. 23 Geiseln seien ums Leben gekommen, berichtete die algerische Nachrichtenagentur APS am Samstagabend unter Berufung auf offizielle Quellen.

dpa

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