Geiseldrama dauert 12 Stunden

Komotini - Eine Geiselnahme in einer griechischen Kunststoff-Fabrik ist am frühen Freitagmorgen nach fast zwölf Stunden mit der Festnahme des Täters zu Ende gegangen.

Der Mann, ein 52-jähriger Arbeitsloser, der vor einem halben Jahr in dem Unternehmen entlassen worden war, stellte sich der Polizei. Er war am Donnerstag mit einem Schrotgewehr bewaffnet in die Fabrik gestürmt und hatte drei Menschen angeschossen. Danach nahm er dann zwei Geiseln, wie die Polizei mitteilte. Sie blieben unverletzt.

Über das Motiv für die Tat in der Stadt Komotini, 800 Kilometer nordöstlich von Athen, wurde zunächst nichts mitgeteilt. Nach Polizeiangaben verlangte der Geiselnehmer 31.000 Euro, die ihm sein Ex-Arbeitgeber noch schulden soll.

Die Polizei begann etwa drei Stunden nach Beginn der Geiselnahme, mit dem Mann zu verhandeln. Dieser habe dann seine Antidepressiva verlangt, die ihm schließlich auch gebracht wurden, berichtete die Polizei. Danach hätten die Verhandlungen schnell Fortschritte gemacht. Der Mann habe sich dann ergeben, seine Waffe nach draußen geworfen und sei dann selbst heraus gekommen.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Vorsicht: Teewurst wegen Salmonellen zurückgerufen
Wegen Salmonellen hat die Westfälische Fleischwarenfabrik Stockmeyer eine Charge Teewurst zurückgerufen.
Vorsicht: Teewurst wegen Salmonellen zurückgerufen
Orkan „Friederike“: Lastwagen stürzt auf Autobahn um - ein weiterer Toter
Bisher drei Tote, der Fernverkehr der Bahn bundesweit eingestellt. Schuld ist das zum Orkan hochgestufte Sturmtief „Friederike“. Alle aktuellen Entwicklungen im …
Orkan „Friederike“: Lastwagen stürzt auf Autobahn um - ein weiterer Toter
“Schleifer von Hameln“: So geht es dem Opfer heute
Es war eine grausige Tat, die ganz Deutschland erschütterte:  Im November 2016 bindet Nurretin B. seine Ex-Frau Kader K. mit einem Seil an sein Auto und schleift sie …
“Schleifer von Hameln“: So geht es dem Opfer heute
Schon so groß wie Paris: Ölteppiche breiten sich rasant aus - Umweltkatastrophe kaum zu verhindern
Nach dem Tankerunglück vor der Ostküste Chinas haben sich vier Ölteppiche auf dem Meer ausgebreitet. Insgesamt seien die Ölteppiche etwa 101 Quadratkilometer groß.
Schon so groß wie Paris: Ölteppiche breiten sich rasant aus - Umweltkatastrophe kaum zu verhindern

Kommentare