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Wie örtliche Medien berichten, haben Angreifer in Jordanien mehrere Geiseln in ihrer Gewalt, genommen (Archivbild).

Überfall auf Touristen

Geiselnahme in Jordanien: Mehrere Tote

Amman - Bei einem blutigen Anschlag in Jordanien, bei dem die Täter mehrere Geiseln in ihre Gewalt nahmen, ist auch eine Urlauberin erschossen worden. 

Mindestens 27 Menschen, darunter Sicherheitskräfte und Zivilisten, wurden bei den Schießereien am Sonntag verletzt, wie die Sicherheitsabteilung der Regierung nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Petra mitteilte. Bewaffnete nahmen zudem 14 Geiseln, von denen einige durch eine Spezialeinheit der Polizei befreit wurden, wie die unabhängige Zeitung „Al-Ghad“ meldete.

Zunächst hatten demnach Unbekannte das Feuer auf ein Polizeiauto in Kerak eröffnet. Danach verschanzten sich fünf oder sechs Bewaffnete in der bei Urlaubern beliebten mittelalterlichen Burg der Stadt. Von dort schossen sie nach diesen Informationen auf das Hauptquartier der Sicherheitskräfte in der Stadt, die östlich des Toten Meeres liegt. Bis in den späten Abend waren Schüsse zu hören. Unter den Geiseln waren laut „Al-Ghad“ malaysische Staatsangehörige. Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu der Tat.

Jordanien eigentlich eines der stabilsten Länder in der arabischen Welt

Über die Lautsprecher der Moscheen nahe der Sehenswürdigkeit wurden die Menschen lokalen Medien zufolge aufgefordert, die Umgebung wegen des Gefechts zwischen den Bewaffneten und den Einsatzkräften zu verlassen.

In der konfliktreichen arabischen Welt gilt das Königreich Jordanien als eines der stabilsten Länder. Wegen zahlreicher Kulturdenkmäler zieht es auch viele ausländische Touristen an. Tödliche Konflikte und Anschläge sind vergleichsweise selten. Zu einem tödlichen Anschlag auf das Militär bekannte sich im Juni allerdings die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Jordanische Sicherheitskräfte gehen hart gegen Sympathisanten des IS vor. Jordanien ist an der US-geführten Militärkoalition gegen die Dschihadisten in Syrien und im Irak beteiligt.

dpa

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