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Die GEMA hat einen Teilerfolg erzielt.

GEMA einigt sich mit kleinen Verbänden

München/Berlin - Beim Tarifstreit zwischen der GEMA und Musikverbänden rückt ein Ende und eine Einigung immer näher. Das würde hohe Kosten verursachen.

Eine Einigung im Tarifstreit der GEMA mit der Veranstaltungsbranche um die künftigen Gebühren für die Musiknutzung rückt näher, doch der große Durchbruch ist es nicht. Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) unterzeichnete mit drei kleineren Verbänden der Diskotheken- und Clubszene ihren heftig umstrittenen neuen Veranstaltungstarif, wie die GEMA am Montag mitteilte. Dieser soll vom 1. April 2013 an gelten.

Statt zehn wird es nur noch zwei Tarife geben, je nachdem, ob die Musik live oder vom Tonträger gespielt wird. Die GEMA bekommt dann einheitlich zehn Prozent der Eintrittsgelder der Veranstalter. Zahlreiche Clubs befürchten dadurch ihren Ruin.

Geschlossen wurde der Vertrag mit dem Verband Deutscher Musikschaffender (VDM), der nach eigenen Angaben rund 10 000 Mitglieder vertritt, mit der Organisation Deutscher Diskotheken Unternehmer (300 Betriebe) und der Deutschen Disc-Jockey Organisation (300 Disc-Jockeys). Zuvor hatte schon der Bund Deutscher Karneval die neue Tarifstruktur anerkannt.

Unberührt von dieser Einigung läuft noch das Schiedsverfahren vor dem Marken- und Patentamt in München mit dem größten Branchenverband, der Bundesvereinigung der Musikveranstalter, zu der auch die Dehoga gehört. Viele vor allem größere Clubs warnen durch die neue Tarifstruktur vor einer Kostensteigerung für die Musiknutzung von 500 bis 2000 Prozent.

Die GEMA verweist dagegen darauf, dass es für rund 40 Prozent der Veranstalter teurer werde, gerade die kleineren Clubs aber deutlich weniger bezahlen müssten. In dem Schiedsverfahren ist nach Angaben der GEMA Mitte Dezember eine mündliche Verhandlung vor dem Patentamt angesetzt.

dpa

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