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Gemayel warnte seine Frau vor Anschlag

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- Bikfaja - Trauer und Entsetzen über den Mord an Industrieminister Pierre Gemayel haben am Mittwoch das öffentliche Leben im Libanon lahmgelegt. Die Regierung sagte alle Feiern zum Unabhängigkeitstag ab, Schulen und Geschäfte blieben geschlossen. Präsident Emile Lahoud verurteilte das Attentat auf den antisyrischen Politiker in einer Fernsehansprache als "Katastrophe, die alle Libanesen getroffen hat".

Der Vater des Ermordeten, Ex-Präsident Amin Gemayel, rief die Libanesen ­ von denen viele blutige Rache für Pierre Gemayel fordern ­ zur Besonnenheit auf. "Ich bitte euch, Ruhe zu bewahren, und verspreche euch, dass sein Tod nicht ungesühnt bleiben wird." Pierre Gemayel, ein maronitischer Christ, soll heute zu Grabe getragen werden. Seine Verbündeten haben ihre Anhänger aufgerufen, zahlreich zur Beerdigung zu kommen.

Eine arabische Zeitung berichtete unterdessen, Gemayel habe seine Frau Patricia in der vergangenen Woche aus Angst vor einem Attentat gebeten, mit den zwei Kindern ins Ausland zu gehen. Gemayels Phalange-Partei gehört der antisyrischen Parlamentsmehrheit an, die in den vergangenen Tagen einen erbitterten Machtkampf mit der prosyrischen Hisbollah führte.

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