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Gericht verzichtet auf Vernehmung von Stephanie

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- Dresden - Die entführte und wochenlang sexuell missbrauchte Stephanie aus Dresden muss im Prozess gegen ihren Peniger nicht aussagen. «Die Kammer verzichtet auf die Vernehmung der Zeugin Stephanie», sagte der Vorsitzende Richter Tom Maciejewski im Landgericht Dresden.

Laut Maciejewski beruht die Anklage zum einen auf den sichergestellten Videos von den Taten und zum anderen auf dem detaillierten Geständnis des angeklagten Mario M.. Er habe die Taten nicht nur eingeräumt, sondern von sich aus auch detaillierte Aussagen zu Fragen gemacht.

«Nach dem bisherigen Ergebnis der Beweisaufnahme hat die Kammer keinen Grund, am Geständnis des Angeklagten zu zweifeln und hält deshalb eine Vernehmung der Geschädigten nicht für erforderlich», sagte der Richter. Auch Staatsanwaltschaft, Nebenklage, Verteidigung und der Angeklagte verzichteten auf die Vernehmung von Stephanie.

Ursprünglich hatte das Gericht zu Beginn des Prozesses die 14-jährige Schülerin als Zeugin geladen. Nach der Kletteraktion des Angeklagten im Dresdner Gefängnis vor anderthalb Wochen hatte Stephanies Vater erklärt, seine Tochter wolle aus Sicherheitsgründen nicht mehr aussagen. Am Dienstag verwies die Nebenklage auf ein psychologisches Attest, wonach das Mädchen «in höchstem Maße verängstigt» sei und sich fürchte, Mario M. direkt gegenüberzutreten.

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