Wegen 20 Euro: Rentnerin brutal ermordet

Görlitz - Wegen mickrigen 20 Euro wurde eine Rentnerin aus Großschweidnitz brutal getötet. Der 57-jährige Angeklagte erwartete nun das Gerichtsurteil. So verlief der Prozess:

Mord wegen 20 Euro: Nach dem gewaltsamen Tod einer Rentnerin in Großschweidnitz bei Görlitz (Sachsen) muss ein 57-Jähriger aus Löbau für 13 Jahre und 6 Monate hinter Gitter. Die Schwurgerichtskammer am Landgericht Görlitz sprach den alkoholkranken Mann am Donnerstag schuldig, im März dieses Jahres die 92 Jahre alte Frau getötet zu haben - aus Habgier. “Es tut mir leid. Ich war nicht richtig bei Sinnen“, sagte der Mann in seinem Schlusswort. “Sie wurde regelrecht abgeschlachtet“, sagte der Vorsitzende Richter Uwe Böcker.

Der Tathergang

Der Richter bezeichnete die Tat als “extreme Gewalthandlung“. Das Opfer sei brutal niedergeschlagen, gewürgt und mit sechs Stichen mit einem Küchenmesser am Hals schwer verletzt worden. Die Frau verblutete in ihrer Wohnung, während der Angreifer mit ihrer Geldbörse flüchtete. Der 57-Jährige hatte der Frau gelegentlich bei Arbeiten im Garten geholfen. Am Tag des Verbrechens suchte er die Witwe auf, um Bargeld zu fordern. Als sie ablehnte, ging er auf sie los.

Die Entscheidung des Richters

Die Richter verhängten keine lebenslange Freiheitsstrafe, wie es die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. Sie hielten dem Hartz-IV-Empfänger zugute, dass er mit einem frühen Geständnis Aufklärungshilfe geleistet habe. Zudem wurde ihm erheblich verminderte Schuldfähigkeit bescheinigt, weil er vor der Attacke getrunken hatte. Das Gericht ordnete die Unterbringung des Mannes in einer Entziehungsanstalt an.

dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild

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