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Andreas L.

Zwiespältige Aussagen über Andreas L.

Ex-Freundin über Co-Pilot: "Zu viel Druck"

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Düsseldorf - Die Ex-Freundin des mutmaßlichen Todes-Piloten Andreas L. hat in einem Interview über ihre Beziehung mit dem 27-Jährigen gesprochen. Ihre Schilderungen sind gespalten.

Update vom 31. März 2015: Die vielen Menschen in den französischen Alpen konzentrieren sich derzeit weiter darauf, die Suche nach den Opfern fortzusetzen. Außerdem ist auch der zweite Flugschreiber noch nicht gefunden worden. Verfolgen Sie die weiteren Entwicklungen in unserem Ticker.

Update vom 30. März 2015: Die britische Tageszeitung Daily Mail hat berichtet, dass der Co-Pilot einen Tag vor dem Absturz der Germanwings-Maschine von seiner aktuellen Freundin verlassen worden ist. Verfolgen Sie die weiteren Entwicklungen zur Katastrophe in unserem Ticker.

Auch vier Tage nach dem schrecklichen Flugzeugabsturz von Germanwings-Flug 4U9525 herrscht Fassungslosigkeit ob der Geschehnisse. Co-Pilot Andreas L. soll die Maschine bewusst in den Sinkflug und zum Absturz gebracht haben. Der 27-Jährige war offenbar psychisch krank und wäre eigentlich gar nicht flugtauglich gewesen. Ermittler fanden am Freitag in seiner Düsseldorfer Wohnung eine Krankschreibung - in kleinste Teile zerrissen ...

In der "Bild"-Zeitung hat sich jetzt die Ex-Freundin des mutmaßlichen Todes-Piloten zu Wort gemeldet. Maria W. hatte Andreas L. im vergangenen Jahr auf einem Flug kennengelernt, sie arbeitet bei Germanwings als Stewardess. "Wir haben Nummern ausgetauscht und sind dann in Kontakt geblieben. Daraus wurde mehr, ich wollte nie, dass es offiziell wird, daher haben wir uns in Hotels getroffen" Maria W. wollte die Liaison offenbar geheim halten, "da ich Liebe auf der Arbeit nicht gut finde."

Ihre Schilderungen, wie Andreas L. im privaten Bereich tickte, klingen positiv. "Privat war er sehr weich, ein Mensch, der Liebe brauchte. Er war ein guter Mensch, der so süß sein konnte, hat Blumen geschenkt", berichtet die 26-Jährige. Auch während der Flüge habe er sich stets nett und aufgeschlossen gezeigt. Der Ton habe sich allerdings geändert, wenn L. über die Arbeit sprach. "Er hat sich aufgeregt, unter welchen Umständen wir arbeiten müssen. Zu wenig Geld, Angst um den Vertrag, zu viel Druck."

Druck, der sich bei L. möglicherweise so sehr aufstaute, dass er schon damals irgendetwas im Schilde führte. Das könnte man zumindest aus Maria W.s Erzählungen schließen. Einmal soll Andreas L. gesagt haben:  "Eines Tages werde ich etwas tun, was das ganze System verändern wird, und alle werden dann meinen Namen kennen und in Erinnerung behalten." Damals wusste Maria W. nicht, was L. damit sagen wollte, "aber jetzt ergibt es einen Sinn."

Nachdem mehr und mehr deutlich wurde, dass Andreas L. Probleme hatte, entschied sich Maria W., sich von ihm zu trennen. "Er konnte vor anderen Menschen gut verstecken, was mit ihm wirklich abläuft", so Maria W., die sich am Ende der Beziehung manchmal auch vor L. fürchtete. "Er ist in Gesprächen plötzlich ausgerastet und schrie mich an. Ich hatte Angst."

Nach Angaben der "Bild"-Zeitung hatte Andreas L. mittlerweile eine neue Beziehung. Seine Freundin soll mit ihm in seiner Düsseldorfer Wohnung gelebt haben.

tz

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