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Die Trauerstelle für die Absturzopfer am Düsseldorfer Flughafen.

Urlaubsverkehr am Düsseldorfer Flughafen

Fluggast: "Sowas macht keiner nochmal"

Düsseldorf - In der Abflughalle des Düsseldorfer Flughafens stehen zahlreiche Reisende mit gepackten Koffern an den Schaltern, um in die Osterferien zu fliegen. Aber auch an der Trauerstelle für die Absturzopfer bilden sich Schlangen.

Die Flitterwochen standen für Antonia-Madeleine und Ole Füsterer aus Essen nicht zur Debatte. Kein Überlegen, ob sie ihre Hochzeitsreise nach Kanada wegen des Absturzes der Germanwings-Maschine absagen sollten. „Wir sind schon drei Jahre verheiratet und hatten bislang keine Zeit fürs Flittern. Das war lange geplant“, sagt die Ehefrau am Samstag am Düsseldorfer Flughafen mit Vorfreude. Doch ein wenig hat das junge Paar vor dem Flug auch gemischte Gefühle.

Tausende Reisende sind am Samstag von den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen in die zweiwöchigen Osterferien gestartet. In Düsseldorf bildeten sich vor den Abfertigungsschaltern ebenso Warteschlangen wie an der Trauerstelle für die Absturzopfer in der Abflughalle, wo die Flughafenverwaltung täglich zwei neue Kondolenzbücher auslegt. Hier halten die Menschen mit ihren gepackten Koffern kurz inne.

Viele Reisende eint das Entsetzen über das Schicksal der Passagiere von Flug 4U 9525 - aber auch das Vertrauen in Crew und Piloten ihrer Maschinen. Und die Zuversicht, dass so ein Unglück kein zweites Mal geschehen werde. Ernst Elmer aus Kaarst etwa meint: „Wir gehen voller Vertrauen an Bord unseres Flugzeugs.

Trauergottesdienst für die Opfer des Germanwings-Absturzes

Trauergottesdienst für die Opfer des Germanwings-Absturzes

Der frühere Fußballtrainer von Schalke 04, Jens Keller, der mit Frau und Söhnen nach Hurghada flliegt, hofft darauf, dass der mutmaßlich vom Copiloten herbeigeführte Absturz ein Einzelfall war. „Es ist schon ein komisches Gefühl, jetzt zu fliegen, aber das Flugzeug bleibt das sicherste Transportmittel. Mein Vertrauen in die Crew ist ungebrochen. Und man verdrängt ja auch, dass etwas geschehen könnte.“

Sie habe grundsätzlich Flugangst, betont Gerda Elmer. Das sei durch das Germanwings-Unglück nicht ausgeprägter als zuvor. „Ein technischer Defekt an der Maschine hätte mich aber mehr verunsichert als jetzt der Selbstmord. Sowas macht keiner nochmal“, meint sie.

dpa

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