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Einige Germanwings-Besatzungen sind noch nicht einsatzbereit, andere Airlines helfen.

Kostenlose Stornierung und Umbuchung

Germanwings hält Flugbetrieb mit Hilfe der Konkurrenz aufrecht

Köln - Einen Tag nach dem Absturz des Germanwings-Jets in Frankreich hat die Fluglinie nach eigenen Angaben nur einen einzigen Flug gestrichen. Bisher gebe es außerdem kaum Stornierungen - auch wenn die Fluggesellschaft dafür eine kostenlose Kulanzregelung anbietet.

Dies sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft am Mittwoch in Köln. Ihren Flugbetrieb stemmt Germanwings mit Hilfe der Konkurrenz. Neben der Germanwings-Mutter Lufthansa stellen auch Air Berlin, Tuifly und andere Fluglinien ihre Maschinen zur Verfügung.

Einige Germanwings-Besatzungen seien wegen der Trauer und Betroffenheit nicht einsatzbereit, teilte die Gesellschaft mit. Der Grund dafür sei „der Schockzustand sowohl beim Kabinen- wie beim Cockpitpersonal“. Die Mitarbeiter hätten zum Teil gute Freunde aus der verunglückten Crew verloren. Germanwings habe dafür Verständnis. Dass ein Teil des Personals es vorerst grundsätzlich ablehne, mit einer Maschine des verunglückten Typs zu fliegen, „darauf haben wir keine Hinweise“, sagte der Sprecher.

Etwa 40 Flüge würden daher am Mittwoch von anderen Airlines bedient. Bei dem gestrichenen Flug handele es sich um einen Flug von London-Stansted nach Köln. Alle anderen Flüge würden stattfinden - schätzungsweise seien es zwischen 200 und 300.

Bisher kaum Stornierungen

Trotz des Absturzes der Germanwings-Maschine in Südfrankreich treten die meisten Passagiere der Airline ihren Flug an. „Uns liegen keine Hinweise auf nennenswerte Stornierungen vor“, sagte ein Germanwings-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Das gilt auch für andere - nicht betroffene - Fluggesellschaften. Auch Air Berlin verzeichnete nach eigenen Angaben keine auffällige Zahlen an Stornierungen.

Germanwings bietet seinen Kunden kostenlose Stornierungen und Umbuchungen für alle Flüge an. Das erklärte ein Sprecher der Fluggesellschaft am Mittwoch. Die Airline bietet damit eine Kulanzregelung für Kunden, die nach dem Unglück erst einmal nicht mehr fliegen möchten.

dpa

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