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Der Inselstaat Kiribati im Pazifik liegt zum Teil nur wenige Meter über dem Meerespiegel.

Entscheidung in Neuseeland

Gescheitertem Klimaflüchtling droht Abschiebung

Wellington - Er wollte der erste anerkannte Klimaflüchtling der Welt werden: Weil der steigende Meeresspiegel seine Heimatinsel im Pazifik bedroht, hatte Ioane Teitiota aus Kiribati in Neuseeland gegen seine Abschiebung geklagt. Jetzt hat das Gericht entschieden.

Am Montagabend wies das Oberste Gericht in der Hauptstadt Wellington die Klage des 38-Jährigen nun aber in letzter Instanz ab. Teitiota und seiner Familie droht damit die Abschiebung.

Die Richter der letzten Berufungsinstanz räumten in ihrer Urteilsbegründung zwar ein, dass Kiribati unter dem Klimawandel leide. Kriterium für eine Anerkennung als Flüchtling sei laut UN-Konvention aber, dass der Antragsteller in seinem Heimatland Verfolgung fürchten müsse. Dies sei bei Teitiota nicht der Fall. Obwohl der Inselstaat Kiribati "zweifellos" vor großen Herausforderungen stehe, müsse Teitiota bei einer Rückkehr in seine Heimat nicht damit rechnen, "erheblichen Schaden" zu erleiden.

Teitiota war 2007 nach Neuseeland gekommen. Sein Visum ist schon seit geraumer Zeit abgelaufen. 2011 fiel er der Polizei bei einer Verkehrskontrolle auf. Da sein Fall nun in letzter Instanz entschieden wurde, muss der 38-Jährige jetzt mit der Abschiebung rechnen - zusammen mit seiner Frau und seinen drei in Neuseeland geborenen kleinen Kindern.

Der Inselstaat Kiribati hat rund 100.000 Einwohner und besteht aus rund 30 Korallenatollen, die zum Teil nur wenige Meter aus dem Wasser ragen. Die Regierung des Inselstaats denkt wegen der Gefahren durch den Klimawandel und den damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels bereits darüber nach, wie die Bevölkerung im Ernstfall umgesiedelt werden könnte. Sie erwägt unter anderem die Aufschüttung künstlicher Inseln.

AFP

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