Prozess in Dachau

Geschmacklos? Burger-King-Werbung an KZ-Gedenkstätte verteilt

  • schließen

Darf man Burger-Werbung auf dem Parkplatz einer KZ-Gedenkstätte verteilen? In Dachau wurden Flyer von Burger King verteilt - der Fall landete vor Gericht.

Dachau - In Dachau ist man sich einig: Burger-Werbung auf dem Parkplatz einer KZ-Gedenkstätte, das ist geschmacklos. Wie merkur.de*in München berichtet, hätten Gärtner oder Besucher der Gedenkstätte  „Bestimmt zehn Mal“ morgens am Parkplatz die Gutschein-Flyer von Burger King gefunden, sagt Sandra Zerbin von der Gedenkstätte. Zwei Mal hätten die Parkwächter zudem Mitarbeiter in Burger-King-Uniform des Parkplatzes verwiesen. Bis zu 800 000 Menschen besuchen jedes Jahr die KZ-Gedenkstätte in Dachau. Viel Potenzial für zahlende Restaurantkunden.

Doch Werbung ist auf dem Gelände der Gedenkstätte verboten, nicht einmal Wahlplakate dürfen in der Nähe des Erinnerungsortes aufgehängt werden. „Es ist schlicht nicht vereinbar mit dem Ort“, sagt Gedenkstätten-Leiterin Gabriele Hammermann. 

Die Mitarbeiter der Gedenkstätte versuchten erfolglos, Kontakt zu dem Betreiber der nur wenige Minuten entfernten Filiale aufzunehmen. Also erwirkte die Stiftung Bayerische Gedenkstätten eine einstweilige Verfügung, um die Werbeaktionen zu unterbinden. Dagegen legte der Betreiber Widerspruch ein. Am Mittwoch trafen sich die Anwälte der Streitpartner vor dem Münchner Landgericht.

*merkur.de ist ein Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Eurojackpot am 23.02.2018: Hier finden Sie heute die aktuellen Gewinnzahlen
Eurojackpot am 23.02.2018: Hier finden Sie heute die aktuellen Gewinnzahlen. 22 Millionen Euro liegen im Jackpot.
Eurojackpot am 23.02.2018: Hier finden Sie heute die aktuellen Gewinnzahlen
Empörung: Hilfspolizist griff bei Schulmassaker nicht ein
Kritiker bekommen neuen Rückenwind in der hitzigen US-Debatte über den Trump-Vorschlag, Lehrpersonal gegen Schulmassaker zu bewaffnen. Denn nun kommt heraus: Ein …
Empörung: Hilfspolizist griff bei Schulmassaker nicht ein
Entwarnung nach Bombendrohung in Uelzen
Wegen einer Bombendrohung wurde am Freitag das Rathaus und Amtsgericht in Uelzen geräumt. Bei Durchsuchungen konnten die Beamten jedoch keinen Sprengstoff finden.
Entwarnung nach Bombendrohung in Uelzen
Deutschland steuert auf die kältesten Tage dieses Winters zu
Offenbach (dpa) - Deutschland stehen die bislang kältesten Tage dieses Winters bevor. Ab Sonntag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) fast überall Dauerfrost, in den …
Deutschland steuert auf die kältesten Tage dieses Winters zu

Kommentare