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Kein tolles Geschenk zu Ostern: eingefärbte Küken.

Tierschützer warnen eindringlich!

Widerlicher Trend zu Ostern: Kleine Küken bunt gefärbt

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In Asien und Amerika besteht dieser „Trend” schon länger und versetzt Tierschützer in Sorge. Vor allem die Art und Weise wie die Tiere ihre Farbe bekommen, ist mehr als fragwürdig.

Kleine Küken, wer findet sie nicht süß? Diese kleinen Tierchen mit den unsicheren, tapsigen Bewegungen, den winzigen Augen samt goldigem Blick? Genau diese Attribute machen sie so beliebt - und jedes Jahr zu Ostern zu einem bizarren Geschenk.

Vorwiegend in Asien und Amerika ist es seit geraumer Zeit angesagt, bunt gefärbte Küken an Kinder zu verschenken. Doch der Trend der so genannten „Oster-Küken“ flammt mittlerweile auch verstärkt in der Türkei auf. Im benachbarten Österreich gab es bereits einen Fall. 2012 wurde ein rosa Küken im österreichischen Schlüsselberg (Bezirk Grieskirchen) registriert. Der Hintergrund der Geschichte ist allerdings bis heute unaufgeklärt.

Bei Instagram kann man unter dem Hashtag #coloredchicks eine ganze Palette verschiedenster Aufnahmen aus aller Welt einsehen.

Schreckliche Bilder aus Thailand

Die mit Abstand grausamsten Bilder dieser Praxis kommen aus dem Urlaubsparadies Thailand. Dort sieht man, wie mehrere Küken in einen Plastikbeutel abgepackt zum Verkauf angeboten werden.

Was die Kinder vielleicht kurzzeitig in Freude versetzt, ist für die Tiere mit einem unglaublichen Martyrium zu vergleichen. Derzeit wird den Küken mit zwei verschiedenen Methoden Farbe verliehen.

Zwei Arten, die Tiere zu färben

Um die kleinen Tiere in den gewünschten Farbton zu bekommen, werden sie oft zu Dutzenden in ein großes Gefäß geworfen, mit bunter Farbe übergossen und anschließend grob mit den Händen durchmischt - als wären es Gegenstände und keine lebendigen Wesen. Videos im Internet belegen diese Technik.

Bei der zweiten, noch abstoßenderen Variante, wird Lebensmittelfarbe in ein noch nicht fertig ausgebrütetes Hühnerei injiziert. Das Ergebnis: Beim Schlüpfen kommt direkt ein buntes Küken aus dem Ei. „Sie injizieren die Farbe am 18. Tag der Inkubation in das Ei. Mit ein wenig Wachs wird dann das Injektionsloch wieder verschlossen und durch die Eier wandern sie zurück in den Inkubator“, erklärt der US-amerikanischer Geflügel-Rancher Peter R. Theer das Vorgehen gegenüber der New York Times.

Die Kinder verlieren schnell die Lust

Nach dem Gefiederwechsel haben die Küken wieder ihre natürliche Farbe.

Besonders bedenklich dabei ist die Tatsache, dass die beschenkten Kinder oft schnell die Lust an den Tieren verlieren und diese dann einfach entsorgt werden - wie ein altes Spielzeug eben. Das passiert spätestens, wenn die Tiere - meist innerhalb einer Woche - einen natürlichen Gefiederwechsel vornehmen und danach wieder ihr ursprüngliches Federkleid tragen.

Selbstverständlich hat dieser Trend bereits für harsche Reaktionen aus den Reihen der Tierschützer gesorgt - besonders in den USA. Denn obwohl das Färben der Küken gesundheitlich für das Tier unproblematisch ist, wird die Praxis aus ethischen Gründen aufs Schärfste verurteilt.

„Jedes Jahr nach Ostern sind die Tierschutzorganisationen mit diesen Tieren überfüllt, keiner will sie dann mehr haben“, ärgert sich Don Anthony, Tierschützer von der „Animal Rights Foundation of Florida“, in der New York Times.

Bislang haben 25 der 50 Bundesstaaten des flächenmäßig drittgrößten Landes der Welt Gesetze verabschiedet, die das Färben von Tieren untersagen.

Warum nicht ein Tier aus Stoff?

Wer Kindern - egal wo auf der Welt - zu Ostern eine Freude mit einem Küken machen will, der soll das tun. Aber: Mit einem aus Plüsch! Die sind mindestens ebenso süß und goldig - und wenn das Kind es nicht mehr will, muss kein Tier leiden.

tlo

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