+
An einem Gebetsstein wurde das traditionelle Totengebet nach islamischem Ritus für den Jungen gehalten.

Mörder benutzte Chloroform

Getöteter Flüchtlingsjunge Mohamed in Berlin beerdigt

Berlin - Der ermordete Flüchtlingsjunge Mohamed (6) ist in Berlin beigesetzt worden. Rund 350 Trauernde versammelten sich am Vormittag auf dem Landschaftsfriedhof Gatow im Westen der Hauptstadt.

Zunächst wurde die Leiche des Vierjährigen, umhüllt von einem grünen Tuch, zu einem Gebetsstein getragen. Dort wurde das traditionelle Totengebet nach islamischem Ritus für ihn gehalten. Anschließend zogen die Menschen zu einem offenen Grab im muslimischen Teil des Friedhofs, wo der Junge, eingehüllt in ein Tuch, beerdigt wurde.

Der Vierjährige war am 1. Oktober vom Gelände des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) entführt und einen Tag später im brandenburgischen Kaltenborn erdrosselt worden. Ein 32-jähriger Mann gestand die Tat. Später gab er zu, auch den seit Juli in Potsdam vermissten Elias (6) umgebracht zu haben.

Bei der Entführung von Mohamed hat der mutmaßliche Täter Chloroform eingesetzt. Das habe sein Mandant im Fall Mohamed in der Vernehmung bei der Polizei eingeräumt, sagte der Anwalt des 32-Jährigen, Mathias Noll, am Donnerstag. Zuerst hatten „Bild“ und „BZ“ darüber berichtet. Ob die Ermittler das Betäubungsmittel bei Durchsuchungen gefunden hatten, konnte Noll nicht sagen. Er bekomme die Akten erst am Freitag. Die Potsdamer Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht zu den Ermittlungsergebnissen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mit Maschinenpistole verwechselt: Shisha löst Großeinsatz bei Polizei aus
Die Beobachtung eines Nachbarn hat ein Großeinsatz der Polizei in Bielefeld ausgelöst. Er meinte, eine Maschinenpistole gesehen zu haben. In Wirklichkeit wollten zwei …
Mit Maschinenpistole verwechselt: Shisha löst Großeinsatz bei Polizei aus
Schon wieder! Hai-Alarm auf Mallorca - Mann verletzt
Erst kürzlich sorgte ein Blauhai für Schlagzeilen, weil er sich an den Strand von Mallorca verirrte. Daraufhin entbrannte eine Diskussion um die Sicherheit auf der …
Schon wieder! Hai-Alarm auf Mallorca - Mann verletzt
Rauchverbot auf den Philippinen tritt landesweit in Kraft
Auf den Philippinen ist ein landesweites Rauchverbot an öffentlichen Plätzen in Kraft getreten. Die Regierung forderte die Bevölkerung am Sonntag auf, sich an die …
Rauchverbot auf den Philippinen tritt landesweit in Kraft
Die Rückkehr des Habichtskauzes
In Deutschland soll es wieder freilebende Habichtskäuze geben. Die jungen Eulenvögel werden behutsam an ihr Leben ohne menschliche Hilfe gewöhnt. Ganz oben auf dem …
Die Rückkehr des Habichtskauzes

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion