Getrübte Mondfinsternis in Teilen Deutschlands

Offenbach/Berlin - Der Blick auf die totale Mondfinsternis am Samstagnachmittag ist in Deutschland vielerorts getrübt gewesen. Doch einige Beobachter hatten auch Glück.

Der Blick auf die totale Mondfinsternis am Samstagnachmittag ist in Deutschland vielerorts getrübt gewesen. Am besten standen die Chancen auf Wolkenlücken am Meer sowie in der Mitte Deutschlands - vom Saarland über Rheinland-Pfalz, das südliche Hessen bis nach Sachsen und den Süden Brandenburgs, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorhergesagt hatte. In Süddeutschland versperrte laut DWD dagegen eine dichte Wolkendecke die Sicht.

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Die nächste von Deutschland aus sichtbare totale Mondfinsternis gibt es im September 2015. Zuletzt hatte es eine am 15. Juni gegeben, die sich jedoch in den meisten Teilen Deutschlands hinter einer Wolkendecke abgespielt hatte. Eine partielle Mondfinsternis gibt es bereits im April 2013 wieder.

Einige Beobachter hatten am Samstagnachmittag Glück. “Auf Amrum konnte die Mondfinsternis zwischen einigen Wolkenlücken gut beobachtet werden“, sagte Jost Jahn von der Vereinigung der Sternfreunde. “Die rötliche Verfärbung des verfinsterten Teils war aber aufgrund des hellen Dämmerungshimmels nicht zu erkennen.“ Auch in Berlin sagte eine Beobachterin: “Der Mond sah zwischendurch aus wie eine angeknabberte Oblate.“

Bei dem kosmischen Schauspiel taucht der Vollmond vollständig in den Schatten der Erde ein. Der Beginn der totalen Mondfinsternis war dieses Mal um 15.06 Uhr. Um 15.32 Uhr war der Mond vollständig bedeckt. Um 15.58 Uhr endete die totale Finsternis. Mondaufgang war am frühesten im Nordosten, in Rostock etwa um 15.45 Uhr, in Berlin um 15.49 Uhr und in Dresden um 15.56 Uhr.

In vielen Regionen ging der Mond erst nach der Phase der totalen Verfinsterung auf.

Entgegen dem Eindruck sind Mondfinsternisse seltener als Sonnenfinsternisse: Auf fünf Sonnenfinsternisse kommen im selben Zeitraum im Schnitt nur drei Mondfinsternisse. Da letztere jedoch stets von der gesamten dem Mond zugewandten Erdhalbkugel aus zu sehen sind, Sonnenfinsternisse jedoch nur in einem maximal 300 Kilometer schmalen Streifen, lassen sich Mondfinsternisse häufiger beobachten.

dpa

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