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Polizeibeamte sichern den Tatort in Hamburg-Billstedt: Hier war ein 22-Jähriger niedergestochen worden - er starb noch am Tatort. Foto: Christoph Leimig/rtn

Gewalt in Hamburg und Berlin: Ein Toter, mehrere Verletzte

Blutige Attacken mitten in den Großstädten Berlin und Hamburg: Ein Mensch stirbt, sieben weitere tragen Verletzungen davon.

Berlin/Hamburg (dpa) - Ein Toter, sieben Verletzte: In Berlin und Hamburg ist es am Wochenende zu brutalen Streitereien gekommen. In der Hansestadt starb ein 22-jähriger Mann, der nach Polizeiangaben einer jungen Frau zu Hilfe kommen wollte, in der Hauptstadt wurden sieben Menschen in Bahnhöfen und im Bus verletzt.

Beim Versuch, der jungen Frau im Streit mit ihrem Freund zu helfen, sei der 22-Jährige im Stadtteil Billstedt von dem 20-Jährigen mit einem spitzen Gegenstand attackiert und getötet worden, sagte ein Polizeisprecher in Hamburg. Es habe zunächst keine Anhaltspunkte gegeben, dass Täter und Opfer sich gekannt hätten.

Der Mann starb noch am Tatort. Sein Körper wies mehrere Stichverletzungen auf, eine Obduktion wurde angeordnet. Der Tatverdächtige flüchtete zunächst. Um 7.45 Uhr habe er dann an einer Polizeistation in Hamburg-Horn geklingelt und gesagt, dass er der Gesuchte sei, hieß es weiter.

Im Berliner U-Bahnhof Klosterstraße im Bezirk Mitte wurde ein 25-Jähriger von Unbekannten geschlagen, getreten, niedergestochen und auf die Gleise gestoßen. Von einem der Angreifer sei ihm ein Messer in den Bauch gerammt worden, teilte die Polizei mit. Er wurde lebensgefährlich verletzt, heute war sein Zustand nach Angaben der Polizei aber stabil.

Am Schlesischen Tor in Kreuzberg erlitt ein italienischer Tourist schwere Verletzungen. Drei Unbekannte hätten den 23-Jährigen mit Reizgas besprüht und ihm gegen den Kopf getreten, teilte die Polizei mit. Einer soll mit einem Werbeschild auf den am Boden liegenden jungen Mann eingeschlagen haben.

In einem Bus verletzte ein Unbekannter zudem zwei Männer. Er fuchtelte erst mit einem Messer vor den beiden herum und attackierte sie dann damit, wie die Berliner Polizei mitteilte. Der Angreifer floh an der Haltestelle Nikolaiviertel aus dem Bus. Die 25 und 42 Jahre alten Opfer wurden im Krankenhaus behandelt.

Auch direkt am Alexanderplatz, an dem es immer wieder zu heftigen Gewalttaten kommt, wurden Menschen angegriffen. Ein Polizist, der privat mit seinem Bruder unterwegs war, eilte einer jungen Frau zur Hilfe - und wurde selbst zum Opfer. Ein 25-Jähriger habe der Frau am Samstag in dem U-Bahnhof zwischen die Beine und an den Po gefasst, teilte die Polizei mit. Als der Polizist dazwischen ging, schlug der Angreifer gemeinsam mit zwei Begleitern auf ihn und den Bruder ein. Beide wurden dabei verletzt.

Direkt am Hauptbahnhof wurde ein Obdachloser geschlagen, getreten und bestohlen. Die beiden Verdächtigen im Alter von 22 und 23 Jahren sollen dem 53-Jährigen seine Habseligkeiten weggenommen und ihn so verletzt haben, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

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