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Soldaten in einer Straße von Rio de Janeiro. Foto: Silvia Izquierdo

16 Städte sagen Feiern ab

Gewaltsorgen überschatten Karneval in Brasilien

Samba, Samba, Samba. In Städten wie Rio beginnen die ersten Umzüge des Karnevals. Es geht auch darum, die Probleme etwas zu vergessen.

Rio de Janeiro (dpa) - Aus Angst vor einer Gewalteskalation soll das Militär verstärkt die Karnevalsumzüge in Brasilien sichern. Mehrere tausend schwer bewaffnete Soldaten sind seit Tagen vor allem im Bundesstaat Espírito Santo und in Rio de Janeiro im Einsatz.

In Espírito Santo wurden in 16 Städten die Karnevalsfeiern sogar ganz abgesagt. Wegen eines Streits um Gehaltserhöhungen war es in dem Bundesstaat zuletzt zu einem Streik der Polizei gekommen. Während des Ausstandes wurden über 130 Menschen ermordet. Auch im Polizeiapparat in Rio de Janeiro gärt es, dorthin wurden 9000 Soldaten geschickt.

Die Bundesstaaten sind nach einer Rezession in großer finanzieller Not und unter Spardruck. In Rio werden aber zu einem der größten Volksfeste der Welt wieder über eine Million Touristen aus dem In- und Ausland erwartet.

Der offizielle Startschuss ist am kommenden Freitag mit der Übergabe der Stadtschlüssel an König Momo, aber schon im Vorfeld gibt es Dutzende Umzüge ("Blocos"). Am Sonntag und Montag tanzen zehn Sambaschulen der Stadt im berühmten Sambódromo um den Titel der besten Sambaschule. Im Vorjahr gewann Mangueira. In Rio gibt es mit 450 Karnevalsumzügen rund 50 weniger als noch 2016.

Bericht Globo

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