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In den Randbereichen des Mississippi  stehen viele Gebäude unter Wasser. Mit einer gezielten Überflutung einiger Bereiche soll jetzt eine große Überschwemmungskatastrophe verhindert werden.

Gezielte Überflutung soll Katastrophe im US-Süden verhindern

Washington - Mit einem drastischen Schritt soll eine drohende Überschwemmungskatastrophe in südlichen Städten der USA verhindert werden. Die Experten setzen ihre Hofnung auf eine Entlastungskanal.

Spezialisten der US-Armee öffneten am Samstag (Ortszeit) in Louisiana ein erstes Fluttor an einem wichtigen Entlastungskanal des massiv angeschwollenen Mississippi und setzten damit absichtlich weite Flächen fruchtbaren Ackerlandes und hunderte von Häusern unter Wasser. Ziel ist es, Druck von den Mississippi-Dämmen zu nehmen und Baton Rouge, die Hauptstadt Louisianas, sowie New Orleans weiter südlich vor einer neuen Jahrhundertflut zu retten.

Nach Angaben der US-Armee könnten in den nächsten Tagen weitere Fluttore am sogenannten Morganza-Ablauf geöffnet werden. Damit würden Tausende Quadratkilometer Farmland und Tausende Gebäude überschwemmt.

Bereits seit Tagen waren Häuser über Häuser in der Region evakuiert worden. “Wenn der Fluss es nötig macht, werden wir sie (weitere Fluttore) öffnen“, sagte Oberst Ed Flemming vom Pionierkorps dem US-Sender CNN. Der Morganza-Ablauf liegt rund 185 Kilometer nordwestlich von New Orleans.

Durch den Entlastungskanal kann ein Teil des Hochwassers auf dem längsten Fluss der USA über einen Nebenarm, den Atchafalaya, abfließen. Es wird erwartet, dass der Scheitelpunkt des Hochwassers die gefährdeten dicht bevölkerten Gebiete um Baton Rouge und New Orleans am übernächsten Wochenende erreicht.

dpa

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