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Giftige Dämpfe am Flughafen Tegel haben am Samstagmorgen 40 Menschen verletzt.

Terminal A gesperrt

Giftige Dämpfe: Viele Verletzte am Flughafen Tegel

Berlin - Giftige Dämpfe am Berliner Flughafen Tegel haben am Samstagmorgen 53 Menschen verletzt. 38 Betroffene kamen zur ambulanten Behandlung vorübergehend ins Krankenhaus.

Auf dem Flughafen Berlin-Tegel sind durch ätzende Dämpfe 53 Menschen verletzt worden. Die Dämpfe waren am Samstag offenbar bei Reinigungsarbeiten freigesetzt worden, wie die Feuerwehr mitteilte. 38 Personen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Flugverkehr war laut einem Flughafen-Sprecher jedoch kaum beeinträchtigt.

Seit Samstagmorgen hätten sich 53 Passagiere und Mitarbeiter des Airports wegen Reizungen der Augen und Atemwege an den Rettungsdienst gewandt, sagte ein Feuerwehrsprecher der Nachrichtenagentur dapd. Die Flughafen-Feuerwehr habe daraufhin die Berliner Feuerwehr um Unterstützung gebeten, die mit 50 Kräften im Einsatz war. Sie brachten die 38 Verletzten in sechs Kliniken. Viele von ihnen konnten laut Feuerwehrsprecher aber nach kurzer Behandlung wieder entlassen werden.

Vermutlich Reinigungsmittel falsch dosiert

Die Experten vermuten, dass Reinigungsmittel falsch dosiert wurden. Laut Feuerwehrsprecher kann es dabei zu den beklagten Symptomen kommen. Das Landeskriminalamt (LKA) habe ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Zudem wurden von Spezialisten in Tegel Messungen in der Luft vorgenommen. Dabei seien keine gesundheitsgefährdenden Stoffe festgestellt worden, sagte der Feuerwehrsprecher.

Die Auswirkungen auf den Flugverkehr in Tegel seien "minimal", sagte ein Sprecher des Airports auf Anfrage. Es habe wegen des Feuerwehr-Einsatzes lediglich ein paar Verspätungen bei Flügen gegeben. Außerdem seien die betroffenen Warteräume sowie einige Geschäfte und Restaurants im Terminal vorsorglich geschlossen worden. Alle Bereiche sind inzwischen wieder zugänglich.

Etwa vier Stunden nach dem Beginn des Einsatzes habe sich die Lage normalisiert, sagte der Flughafensprecher. Seit 11.00 Uhr hätten sich keine Menschen mit entsprechenden Beschwerden mehr bei den Rettungskräften gemeldet. Ungeachtet dessen werde aus Sicherheitsgründen eine Notfallversorgung aufrechterhalten.

dapd

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