Mindestens 23 Tote bei Angriff auf Bus mit Christen 

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Spezialisten in Schutzanzügen arbeiten am Dienstag im Industriegebiet Kürnach bei Würzburg, nachdem dort stark giftige Flusssäure ausgelaufen ist.

Panne beim Verladen

Flusssäure ausgelaufen: 14 Verletzte

Kürnach/Würzburg - In einem Industriegebiet bei Würzburg sind  Hunderte Liter einer hochgiftigen Säure ausgelaufen. 14 Menschen wurden verletzt.

Giftgas-Alarm im unterfränkischen Kürnach: Nach einem Arbeitsunfall mit einem Gabelstapler sind am Dienstag in einem Industriegebiet im Landkreis Würzburg rund 500 Liter stark ätzender Flusssäure ausgelaufen. 14 Arbeiter auf dem Gelände wurden dabei leicht verletzt, weil sie die giftigen Dämpfe eingeatmet hatten, wie die Polizei mitteilte. Sie wurden in Krankenhäusern behandelt.

Die farblose, flüssige Substanz reagiert mit Sauerstoff und bildet dann eine giftige Gaswolke. „Diese konnte die Feuerwehr mit einem Wassersprühnebel relativ schnell bekämpfen“, sagte ein Polizeisprecher. Es habe keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden, das Speditionsgelände liegt rund 500 Meter von Wohnhäusern entfernt. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unklar, Grundwasser soll nicht verunreinigt worden sein.

Der Unfall war kurz nach Mitternacht in einer Abfertigungshalle beim Verladen von Kunststofffässern der hochgiftigen Substanz passiert. Einer der Behälter wurde durch einen Gabelstapler beschädigt. Daraufhin lief etwa die Hälfte des 1000-Liter-Fasses auf den Betonboden der Halle. Das entspricht in etwa drei bis vier randvoll gefüllten Badewannen. Dank der Nähe zum Hallentor konnte die Giftwolke schnell ins Freie ziehen.

„Wir gehen davon aus, dass die Substanz rechtzeitig gebunden worden ist“, sagte der Sprecher weiter. Zudem sei wegen des Betonbodens die Gefahr gering, dass die Flüssigkeit ins Grundwasser eingedrungen sei. Das Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg hat zur Kontrolle Wasser- und Bodenproben genommen.

Am Vormittag konnten Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei ihren Einsatz beenden. Zwischenzeitlich waren mehr als 170 Einsatzkräfte am Ort. Für das Reinigen der Unfallstelle ist eine Spezialfirma beauftragt worden. Flusssäure ist stark giftig. Sie wirkt ätzend auf der Haut, den Schleimhäuten und an den Augen.

dpa

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