Ursache noch unklar

Unfassbare Szene vor Corona-Krankenhaus in Italien: Boden tut sich auf - Autos stürzen in 2.000-Quadratmeter-Krater

  • Kathrin Reikowski
    vonKathrin Reikowski
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Ursache unbekannt: Auf dem Parkplatz eines Krankenhauses in Neapel bildete sich plötzlich ein Krater. Fahrzeuge wurden in die Tiefe gerissen, verletzt offenbar niemand.

Neapel - Plötzlich knallte es - dann tat sich der Boden auf: Teile eines Krankenhausparkplatzes in Neapel sind am Freitag eingestürzt und rissen parkende Fahrzeuge mit in die Tiefe. Wo sie standen, gähnt nun ein 20 Meter tiefes und 2.000 Quadratmeter großes Loch. Aus dem Krater stieg anfangs Rauch auf.

Das Krankenhaus war während der ersten Corona-Welle in Italien ein Zentrum für Covid19*. Aktuell werden dort nur etwa sechs Infizierte behandelt. Doch auch sie sollen die Folgen des Einsturzes zu spüren bekommen haben: Direkt nach dem Einsturz brach die Stromversorgung zusammen.

Krater vor Krankenhaus in Neapel: Was könnte die Ursache sein?

Es ist ein Rätsel für die Behörden: Wie konnte - ohne jegliche Vorankündigung - dieses tiefe Loch inmitten der Stadt entstehen? Die Ursachenforschung läuft. Klar scheint nur zu sein, dass die Bodenbeschaffenheit in der süditalienischen Stadt eine Rolle spielt.

„Jetzt müssen wir geologische Untersuchungen machen und sehen, wie es um andere Teile des Gebiets steht“, sagte Vincenzo De Luca, der Regionalpräsident Kampaniens. Glück im Unglück trotz allem für die Bewohner Neapels: Am Nachmittag konnte die Feuerwehr nach sorgfältigen Prüfungen melden, dass niemand mit in die Tiefe gerissen wurde. Es gibt also auch keine Verletzten.

Corona-Patienten verlegt: Station musste geräumt werden, weil Strom und Wasser ausfallen könnten

Die Stromversorgung im Krankenhaus wird aktuell durch Generatoren aufrechterhalten. Lediglich ein Bereich, in dem Corona*-Patienten ihre Quarantäne verbringen, musste geräumt werden. Hier haben die Behörden die Befürchtung, dass Strom- und Wasserzufuhr nicht mehr aufrechterhalten werden können.

Als „unbegreiflich“ bezeichnete die italienische Landwirtschaftsministerin Teresa Bellanova es, dass sich ein solches Erdloch in der Nähe einer öffentlichen Einrichtung auftun könne. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. (dpa/kat) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Alessandro Pone

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