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Die Zukunft der MS "Deutschland" ist ungewiss.

Gläubiger beraten über "Traumschiff"-Zukunft

München - Die Gläubiger des finanziell auf Grund gelaufenen "Traumschiffs" haben darüber beraten, wie das schwimmende Hotel zurück in tiefes Wasser finden kann.

Auf ihrer Versammlung in München wollten die Geldgeber zunächst einen gemeinsamen Vertreter für den anstehenden Restrukturierungsprozess wählen. Die Suche nach einem Investor laufe, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Andreas Jung. "Im Moment gibt es aber noch niemanden, der einen akzeptablen Preis bietet."

Die Gesellschaft, der das als ZDF-"Traumschiff" bekanntgewordene Kreuzfahrtschiff gehört, hat rund 56 Millionen Euro Schulden. Davon sind allein 50 Millionen Euro Anleiheschulden, für die die Gesellschaft hohe Zinsen zahlen muss.

Die "Deutschland" befindet sich derzeit auf dem Weg ins spanische Cádiz. Dort steht eigentlich ein Werftbesuch an. Das Schiff braucht eine Überprüfung, die sogenannte Klasse, sonst darf es ab Dezember nicht mehr fahren. Dafür fehlt aber noch das Geld. "Die Werft will eine Million Euro, sonst macht sie die Tore nicht auf", sagte Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber auf der Gläubigerversammlung. Eine Möglichkeit sei, die Klasse vorübergehend bis Februar zu verlängern und dann nach einem Käufer zu suchen.

Löhne und Gehälter der 280-köpfigen Crew sind bis Ende Januar durch das Insolvenzgeld gesichert. Ob die nächste Weltreise wie geplant am 18. Dezember starten kann, ist aber unklar. Dabei sei die Buchungslage für die nächsten Reisen gut. "Nur sechs von über 2000 Buchungen wurden storniert", sagte Schmid-Sperber.

Informationen zur "Deutschland"

dpa

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