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Virtueller Astronaut: Wie man online zum Mars und zur ISS reisen kann

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Von: Bettina Menzel

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Spuren vom Mars-Roboter „Opportunity“, dem am längsten laufenden Rover der NASA auf dem Mars, sind über 15 Jahre nach seiner Landung noch auf dem roten Planeten zu sehen. Mit Google Maps kann man jetzt auch selbst den Mars besuchen (Archivbild). © picture alliance/dpa | Nasa/Jpl-Caltech/Msss

Einmal ins All fliegen: Für viele ein Traum. Virtuell ist das jetzt möglich - Original-Ausblick aus der Raumstation ISS inklusive. Auf Google Maps navigiert man selbst durch den Weltraum.

München – Der deutsche Astronaut Matthias Maurer lebte etwa sechs Monate lang auf der Internationalen Raumstation ISS. Täglich genoss er den Ausblick von der Aussichtskuppel „Cupola“ auf die Erde. Genau dorthin können Weltraumtouristen jetzt selbst „fliegen“ - und auch auf den Mars, den Merkur, die Venus und viele andere Himmelskörper. Zumindest virtuell, bei Google Maps.

Astronaut Matthias Maurer
Astronaut Matthias Maurer blickt von der Kuppel der Internationalen Raumstation ISS auf die Erde. © NASA/ESA-M.Maurer/dpa/Archivbild

Google Maps: Blick aus der Aussichtskuppel der Internationalen Raumstation

Mit Google Maps lassen sich (fast) alle Orte dieser Erde besuchen. Als die neue Technologie auf den Markt kam, war sie revolutionär. Die Netflix-Serie The Billion Dollar Code erzählt von dieser Zeit und der Geschichte von Terravision, auf deren Code und Inspiration Google Maps beruhen soll. Ein entsprechender Rechtsstreit ging allerdings zugunsten von Google aus. So oder so, der US-Konzern entwickelt sich stetig weiter. Nun will er auch ermöglich, den Erdball zu verlassen und virtuell ins All zu reisen.

Der deutsche Raumfahrer Matthias Maurer genoss den Ausblick von der ISS als „seine Lieblingsbeschäftigung in der Freizeit“, wie er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte. Die Erde sei ein „zauberhafter Planet“. Allerdings habe er auch Dinge entdeckt, die ihm nicht so sehr gefallen - brennende Urwälder etwa oder Gletscher, die laut Karten mal größer waren.

Matthias Maurer
Der deutsche Astronaut Matthias Maurer arbeitet während eines Außeneinsatzes an der Internationalen Raumstation ISS. Den Original-Ausblick aus der ISS gibt es jetzt bei Google Maps. © NASA/ESA/dpa/Archivbild

Virtueller Ausflug ins All: So lassen sich Mars und Co. per Mausklick besuchen

Wer die Internationale Raumstation ISS verlassen und einen Weltraumausflug machen möchte, findet unter dem Link www.google.com/maps/space/mars verschiedene Planeten und andere Himmelskörper zur Auswahl. Man kann etwa auf den Mond reisen und einen Flug über die Oberfläche unseres Erdtrabanten machen. Alles ist kartografiert, sodass jeder wichtige Krater und jede Ebene benannt sind.

Damit sehen virtuelle Allbesucher sogar mehr als die Astronauten selbst. Denn der Erdtrabant sieht von der ISS aus nicht spektakulär anders aus, wie Maurer erklärt. „Der Mond ist leider genauso groß, wie man ihn auf der Erde sieht, da die Distanz zum Mond fast genau die gleiche ist“, sagte der Astronaut dem Magazin Geo. Denn der Abstand zwischen Erde und Mond beträgt 400.000 Kilometer. „Und wir fliegen mit der ISS nur in einer Höhe von etwa 400 Kilometer“, erklärte der Deutsche weiter.

Auch der Zwergplanet Ceres und Io, der innerste der vier galileischen Monde von Jupiter, sowie der größte Jupitermond Ganymed lassen sich per Google Maps virtuell besuchen. Das freut Hobbyastronomen ebenso wie Fans der Science-Fiction Serie „The Expanse“. Letzteren kommen diese Himmelskörper als Schauplätze der Geschichte rund um die Crew von James Holden bekannt vor.

Der virtuelle Ausflug ins All ist gratis und damit einen Versuch wert. Denn wer einmal tatsächlich ins All reisen will, müsste für einen Besuch auf der ISS aktuell 50 Millionen Euro pro Person bezahlen. So viel jedenfalls kostete es die erste komplett private Crew an Board der ISS.

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