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Die "Gorch Fock" wird vorerst Schulschiff bei der Marine bleiben.

"Gorch Fock" bleibt Schulschiff

Kiel - Die “Gorch Fock“ wird nach Darstellung des schleswig-holsteinischen Landtagspräsidenten Torsten Geerdts das Segelschulschiff der Marine bleiben.

“Die Signale sind eindeutig“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Kiel bei einem Besuch des Patenschiffs des Landtags. Der Dreimaster liegt seit der Rückkehr seiner vom Tod einer Kadettin überschatteten bislang letzten Ausbildungsfahrt in Kiel.

Auf Nachfragen erklärte Geerdts, er stütze sich nicht nur auf bisherige Äußerungen von Marineinspekteur Axel Schimpf und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU), sondern er habe auch weitere Gespräche geführt. Es gebe “sehr positive Entscheidungen und Andeutungen“.

Die junge Frau war am 7. November 2010 aus der Takelage 27 Meter in die Tiefe gestürzt und ums Leben gekommen. Ihr Tod hatte eine weitreichende Affäre um das Aushängeschild der Marine ausgelöst.

Derzeit stehen noch (bis Ende Juni) der Bericht der Havariekommission der Marine zum Unfallhergang und (bis Ende Juli) der Bericht einer unabhängigen Kommission unter Leitung des Historikers Reiner Pommerin zur Reform der seemännischen Basisausbildung aus.

Nach einem unbestätigten Bericht des “NDR Schleswig-Holstein Magazins“ vom Mittwoch soll die Havariekommission empfehlen, auf den bisherigen Kommandanten Norbert Schatz zu verzichten. Die Entscheidung liege nun beim Marineinspekteur Schimpf. Es gelte jedoch als äußerst unwahrscheinlich, dass er eine Entscheidung gegen die Empfehlung der Kommission treffe, berichtete der NDR.

Nach Informationen der Zeitung “Die Welt“ soll das Gremium festgestellt haben, dass es am Tag des Unfalls der Kadettin zu Fehlverhalten an Bord gekommen sei, das auch der Schiffsführung anzulasten sei. Marineinspekteur Schimpf werde noch vor der parlamentarischen Sommerpause den Verteidigungsausschuss des Bundestags über sein weiteres Vorgehen informieren.

dpa

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