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Unter der Grabeskapelle soll sich das Grab Jesu befinden. Nach rund 460 Jahren öffneten es Wissenschaftler das erste Mal wieder.

Es war nicht leer

Grab Jesu nach Hunderten Jahren geöffnet - Forscher erleben Überraschung

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Jerusalem - Seit fast 2000 Jahren ist Jesus tot. Nun haben Forscher sein Grab in Jerusalem geöffnet und waren überrascht. Denn das Grab war nicht leer.

Tausende gläubige Christen pilgern jedes Jahr nach Jerusalem, um dort ihrem Heiland ganz nah zu sein: Denn in der Grabeskirche auf dem Hügel Golgotha soll Jesus Christus beerdigt sein.

Über 460 Jahre wurde sein Felsengrab nicht geöffnet. Jetzt hat ein Team der Technischen Universität Athen die heilige Ruhestätte erstmals wieder aufgemacht. 

Denn die Wissenschaftler restaurieren die Grabeskapelle, die sogenannte Ädikula, innerhalb der Grabeskirche. Unter ihr soll Jesus von Nazareth bestattet worden sein. Der Grund für die Restaurierungsarbeiten: Die christliche Pilgerstätte soll gegen Erdbeben besser gesichert werden.

Was haben die Forscher im Grab Jesu gefunden?

Die Forscher in Jerusalem wollten mehr darüber herausfinden, wie das Felsengrab Jesu beschaffen ist. Offenbar forderte die Freilegung viel Durchhaltevermögen, wie Archäologe Fredrik Hiebert erklärte: „Der Marmor wurde entfernt, und wir waren überrascht von der Menge an Füllmaterial, die sich darunter befand.“

Nach weiterer Begutachtung des Materials wollen die Wissenschaftler nun auch die Originalfelsenoberfläche untersuchen. Auf ihr soll der Leichnam von Jesus Christus abgelegt worden sein.

Und damit noch nicht genug der Forschungen am Grab Jesu: Die leitende Ingenieurin des Projekts will die Dokumentation der Ausgrabung weiter ausbauen - und dem Menschen „ermöglichen, unsere Forschungsergebnis einmal so zu studieren, als wenn sie sich selbst im Grab Jesu befinden würden“.

Das könnte für viele Christen eine magische Bedeutung haben: Denn das Grab Jesu befindet sich am Ort seiner Kreuzigung. Hier soll der jüdische Wanderprediger begraben worden sein, um am dritten Tag danach wieder aufzuerstehen. 

Das Grab von Jesus war nicht leer

Archäologen haben nun die Jesus-Grabkammer geöffnet, indem sie die aufliegende Marmorplatte zur Seite schoben. Bisher ging man davon aus, dass das Grab aus Marmor leer ist. Nach biblischer Überlieferung besuchten drei Frauen nach seinem Tod die letzte Ruhestätte und fanden sie leer vor - ein Zeugnis für die Auferstehung Jesu.

Doch die Annahme vom leeren Grab hat sich nicht bestätigt, wie Spiegel Online berichtet. Neben Geröll fanden die Forscher eine weitere Marmorplatte. Sie ist in der Mitte zerbrochen und soll aus dem 12. Jahrhundert stammen. Darunter befand sich eine „weißliche Schicht“. Außerdem sei in diese Platte laut Forscher Hiebert ein kleines Kreuz graviert. 

Aber der Archäologe will noch weiter in den Boden graben. Denn: "Ich glaube nicht, dass das schon der originale Felsen ist“, sagt Hiebert.

Wissenschaftler dürfen nur nachts arbeiten

An den aufwändigen Restaurierungsarbeiten der Grabeskapelle sind auch Experten aus Griechenland beteiligt. Die Archäologen und Restauratoren dürfen aber nur abends und nachts arbeiten. Denn die christlichen Pilger aus der ganzen Welt sollen weiterhin die Grabeskirche bewundern können.

Was erhoffen sich die Forscher vom Grab Jesu?

Die Archäologen wollen bei ihren Ausgrabungen den Felsen finden, in dem sich das erste Grab von Jesus befand. Seit rund 460 Jahren, dem Jahr 1555, ist die heilige Ruhestätte von Jesus mit Marmor umkleidet - womöglich auch schon in den Jahrhunderten zuvor.

Die Forscher wollen den Felsenvorsprung untersuchen, wo Jesus ehemals begraben wurde. Dadurch wollen sie mehr über die Beschaffenheit des Felsengrabes lernen. Es wurde wohl um das Jahr 1009 herum zerstört.

Die Experten werden voraussichtlich noch länger mit dem Jesu-Grab beschäftigt sein. Denn die Restaurierung der Grabeskapelle dauert noch bis zum Frühjahr 2017.

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