Grand Prix sorgt wieder für Schlagzeilen

- Hamburg - Deutschlands Grand-Prix-Fans zählen die Tage: Wenn an diesem Montag in Hamburg offiziell die diesjährigen 15 Teilnehmer am Sängerwettstreit um die nationale Schlager-Krone bekannt gegeben werden, beginnt für die Anhängerschar der Kult- Veranstaltung die heiße Phase.

<P>Bis zur deutschen Vorentscheidung am 7. März in der Kieler Ostseehalle verbleiben den Plattenfirmen dann noch gut sieben Wochen, um die Werbetrommel für ihre mehr oder weniger bekannten Schützlinge zu rühren. Dass die in den vergangenen Jahren wieder populär gewordene Show auch diesmal für Schlagzeilen sorgen dürfte, zeigen die Spekulationen und Gerüchte im Vorfeld.</P><P>Bis zum Schluss wollte der Norddeutsche Rundfunk (NDR), der die TV-Sendung in der ARD ausrichtet, das Geheimnis wahren. Zu bester Reeperbahnzeit - um 23.00 Uhr - werden die Organisatoren im "Schmidt Theater" die Bewerber um das Ticket zum Finale des Grand Prix Eurovision am 24. Mai in Riga (Lettland) verkünden. "Bis kurz vorher werden die eingereichten Titel geprüft, erst dann steht wirklich fest, wer zur Vorentscheidung zugelassen wird", sagte NDR-Sprecherin Iris Bents. Doch schon Tage vorher veröffentlichte etwa die "Bild"-Zeitung eine ausführliche Teilnehmer-Liste, der NDR wollte keinen der veröffentlichten Namen bestätigen.</P><P>Drei Bewerber indessen sind der Grand-Prix-Gemeinde schon seit einiger Zeit bekannt - Künstler, die für drei große Zeitungen im Verbund mit Plattenfirmen ins Rennen gehen sollen. Nachdem die "Bild"-Zeitung bereits in der Vergangenheit etwa mit Jeannette Biedermann (1999) oder im vergangenen Jahr mit Isabel teilnahm, wollen diesmal auch die Berliner Tageszeitung "taz" und die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) eigene Sänger zum Grand Prix schicken. Die "taz" hatte für den Beitrag ihrer Künstlerin Senait ("Herz aus Eis") sogar einen Textwettbewerb gestartet, bei dem 803 Vorschläge gesichtet wurden.</P><P>Die "FAS" hingegen setzt auf Tobias Schacht alias "Der Junge mit der Gitarre", der kürzlich sein Album "Dagegen" veröffentlichte. Schacht, der in Kiel mit dem Lied "Die Seite, wo die Sonne scheint" an den Start gehen will, bringt nach Ansicht von Alexander Marguier, Leiter des "FAS"-Gesellschaftsressorts, "mit seinen intelligenten muttersprachlichen Liedern eine ganz neue Qualität" in den Wettbewerb.</P><P>In einem "offenen Brief" hatte die "FAS" gar Deutschlands bislang einzige Gewinnerin eines Eurovisions-Finales, Nicole, um eine Leihgabe gebeten: Schacht sollte mit der weißen Gitarre auftreten, mit der die Sängerin 1982 ihren Ralph-Siegel-Song "Ein bisschen Frieden" vorgetragen hatte. Am Sonntag veröffentlichte die Zeitung die ablehnende Antwort der Musikerin - das Instrument sei ein "persönlicher Talisman" gewesen.</P><P>Den kompletten Text ihres Beitrags verriet am Wochenende die "Bild": Nachdem Kanzler-Imitator Elmar Brandt mit seinem "Steuersong" die Charts gestürmt hat, hofft die Zeitung nun mit einem neuen Lied des 31-Jährigen auf Erfolg. "Alles wird gut" besinge "mit grenzenlosen Optimismus Deutschlands glorreiche Zukunft". </P><P>Zu den weiteren Bewerbern, die in Riga für Deutschland singen wollen, sollen Berichten zufolge Künstler verschiedener Nationalitäten gehören, darunter aus der Türkei, Kanada, Island, Polen und der USA. Und auch auf ihren "Schlager-König" Ralph Siegel muss die Grand-Prix-Familie nicht verzichten: Entgegen aller Ankündigungen des 57-jährigen Komponisten, nach der Enttäuschung mit Corinna May im Vorjahr nie wieder teilnehmen zu wollen, versucht er erneut sein Glück. Der "Grand-Prix-Veteran" schickt Sängerin Lou (2001: 3. der Vorentscheidung) in die Qualifikation.</P>

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