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Sexuelle Belästigung ist kein Kavaliersdelikt

Grapscher muss Schadenersatz zahlen

Linz - Monatelang hat ein Mann in Oberösterreich seine Arbeitskollegin mit Chauvi-Sprüchen beleidigt und sie begrapscht. Das kommt ihm jetzt teuer zu stehen.

Er muss wegen sexueller Belästigung 2500 Euro Schadenersatz zahlen. Diese Summe hat die Arbeiterkammer Oberösterreich, die gesetzliche Vertretung der Arbeitnehmer, für die junge Frau erzielt. Das Opfer hatte sich wegen des zudringlichen Kollegen an die Gleichbehandlungsberatung der Kammer gewandt und von Busengrapschen und Po-Zwicken berichtet. Er habe ihr nicht zu nahetreten wollen, rechtfertigte sich der Mann, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung der Arbeiterkammer.

Die vergangenen Monate seien für die Frau ein echtes Martyrium gewesen, berichtete die Kammer: Obwohl sie ihren Kollegen immer wieder darauf hinwies, dass sie das nicht wolle, wurde sie von ihm ständig belästigt. Von der Aufforderung, sich auf seinen Schoß zu setzen, über eindeutige Angebote bis hin zu körperlichen Zudringlichkeiten reichte die Palette. Er riet ihr zudem, sie solle doch mehr Sex haben, dann wäre sie nicht mehr so grantig. „Schön langsam sollte es sich wirklich herumgesprochen haben, dass sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz kein Kavaliersdelikt ist“, sagte Arbeiterkammer-Präsident Johann Kalliauer dazu.

dpa

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