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Mitte Juli protestieren Menschen in Dhaka wegen des grauenvollen Lynchmords an einem 13-Jährigen. Einen Monat später wurden 13 Verdächtige des Mordes beschuldigt.

Bangladesch

Grauenvoller Lynchmord an 13-Jährigem: 13 Verdächtige beschuldigt

Sylhet - Nach dem Mord an einem 13-jährigen Jungen in Bangladesch hat die Polizei 13 Verdächtige des Mordes beschuldigt.

Wie ein Kriminalbeamter am Montag der Nachrichtenagentur AFP sagte, wurden die Anschuldigungen am Sonntag offiziell bei einem Gericht im nördlichen Sylhet eingereicht und angenommen. Zehn Männer seien nach dem Mord am 8. Juli festgenommen worden und hätten ihre Beteiligung an der Tat gestanden, die das ganze Land entsetzt hatte. Weitere drei Verdächtige waren nach der Tat aus der Stadt geflohen. Einer von ihnen wurde in Saudi-Arabien festgenommen, die Behörden in Bangladesch hoffen nun auf eine schnelle Auslieferung. 

Der 13-jährige Samiul Alam Rajon war von mehreren Männern an einen Pfosten gefesselt und zu Tode misshandelt worden, nachdem er des Fahrraddiebstahls verdächtigt worden war. Ein 28-minütiges Video von dem Lynchmord wurde ins Internet gestellt und verbreitete sich rasch. Bei einer Autopsie von Samiuls Leiche wurden 64 Verletzungen festgestellt. Laut Polizei wurde das Video von dem Lynchmord offenbar von einem der Täter per Handykamera gefilmt. Den Ermittlern zufolge beobachteten dutzende Zeugen die grauenvolle Szene, ohne einzuschreiten oder die Polizei zu rufen. 

Tausende Menschen gingen aus Protest gegen die Tat in dutzenden Städten auf die Straße, viele Demonstranten forderten die Todesstrafe für die Täter. Samiuls Vater Sheikh Azizur Rahman sagte am Montag, er werde nicht ruhen, bis die Schuldigen "richtig beschuldigt" werden. Nach Angaben der Familie hatte der Junge kein Fahrrad gestohlen, auch die Polizei fand bislang keine Anzeichen dafür.

afp

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