+
Mit 95 Stimmen gegen 35 Ablehnungen wurde der Graupapagei in Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens (Cites) aufgenommen. 

Artenschutzkonferenz

Graupapageien bekommen höchsten Schutzstatus

Johannesburg - Wildgefangene Graupapageien sollen künftig nicht mehr kommerziell gehandelt werden. In einer Abstimmung auf der Welt-Artenschutzkonferenz ist der Schutz für die Vögel erhöht worden.

Mit 95 Stimmen gegen 35 Ablehnungen wurde der Graupapagei in Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens (Cites) aufgenommen. Neben mehreren afrikanischen Ländern hatte sich auch die Europäische Union für ein Handelsverbot eingesetzt. Die Vögel kommen in Zentral- und Westafrika vor.

Die Graupapageien (Psittacus erithacus) sind zwar weniger bunt als Artverwandte, doch wegen ihrer Intelligenz als Haustier sehr beliebt. Sie können besonders gut menschliche Laute imitieren und zählen zu den am meisten gehandelten Wildvögeln. "Das Handelsverbot wird Strafverfolgungsorganen erleichtern, gegen Wilderer und Schmuggler vorzugehen", sagte WWF-Experte Colman O'Criodain.

Der Entscheidung war eine hitzige Debatte vorausgegangen. "Viele Länder wurden von Südafrika bilateral unter Druck gesetzt - doch Südafrikas Rechnung ging erfreulicherweise nicht auf", sagte Adeline Fischer von der Naturschutzorganisation Pro Wildlife.

Seit 1975 wurden offiziell mehr als 1,3 Millionen Graupapageien in der Wildnis gefangen und exportiert, wie Pro Wildlife mitteilte. Die Dunkelziffer sei jedoch weitaus höher, da viele Tiere noch vor dem Export sterben oder als geschmuggelte Tiere gar nicht erst in den offiziellen Statistiken auftauchten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lawinenunglück in Italien: Hoffnung auf Überlebende schwindet
Rom - Angehörige warten verzweifelt auf Nachrichten von den Verschütteten. Doch die Hoffnung, nach dem Lawinenunglück an dem Hotel in den Abruzzen noch Überlebende zu …
Lawinenunglück in Italien: Hoffnung auf Überlebende schwindet
Auto rast in Melbourne in Menschenmenge: Drei Tote, 20 Verletzte
Melbourne - Im australischen Melbourne, wo gerade die Australian Open stattfinden, ist ein Autofahrer in eine Menschenmenge gerast. Es gab drei Tote, darunter ein Kind, …
Auto rast in Melbourne in Menschenmenge: Drei Tote, 20 Verletzte
Bar zeigt statt Trumps Vereidigung niedliche Tiervideos
New York - Als Kontrastprogramm zur Vereidigung von Donald Trump als US-Präsident will eine New Yorker Bar am Freitag niedliche Tiervideos zeigen.
Bar zeigt statt Trumps Vereidigung niedliche Tiervideos
Mann fährt in Melbourne absichtlich in Menschenmenge
Sydney (dpa) - Ein Mann ist in der australischen Stadt Melbourne mit seinem Auto in eine Menschenmenge gefahren und hat drei Menschen getötet. Mindestens 20 weitere …
Mann fährt in Melbourne absichtlich in Menschenmenge

Kommentare