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Strahlungsmessungen an einer Grundschule in Kawamata in der Fukushima-Präfektur. Der Wert liegt bei 1.73 Sv/h (Sieverts pro Stunde).

Greenpeace: Fukushima bleibt für Jahrzehnte kontaminiert

Hamburg  - Deutsche Umweltexperten rechnen mit einer über Jahrzehnte anhaltenden Strahlenkontamination in der Evakuierungszone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima in Japan.

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Das ist das Ergebnis der Messungen von Greenpeace-Spezialisten in dem japanischen Katastrophengebiet, die die Umweltorganisation am Montag in Hamburg vorlegte. Greenpeace habe im Bereich um das Atomkraftwerk Fukushima I an 261 Messpunkten Daten erhoben und dabei verbreitet stark erhöhte Strahlungswerte auch außerhalb der zurzeit gültigen Evakuierungszone festgestellt, sagte Greenpeace-Energieexperte Thomas Breuer.

Verbreitet habe die festgestellte radioaktive Dosis bei über zwei Mikro-Sievert pro Stunde gelegen. Die meisten Kontaminationen stammten vor allem aus radioaktivem Cäsium 134 und 137. Da es sich um einen sehr langlebigen radioaktiven Stoff handle, werde das Problem über Jahrzehnte bestehen, sagte Breuer. Die Strahlung überschreite die zulässigen Höchstwerte teilweise um das Tausendfache. In mehreren Gebieten sei die Höchstdosis für einen Menschen bereits nach einem Tag erreicht.

Die höchsten Werte lagen nach Breuers Angaben bei 48 Mikro-Sievert pro Stunde. Dies sei so viel, dass die Jahreshöchstdosis innerhalb eines Tages erreicht werde. Auch etwa 60 Kilometer von den Unglücksreaktoren entfernt, in den Stadtzentren von Fukushima und Koriyama, wurden den Angaben zufolge die Höchstdosen bis zum 35-fachen Wert überschritten. Ein Team der Umweltschutzorganisation entnahm unter Breuers Leitung im Umfeld des Atomkraftwerks Fukushima I auch Boden- und Lebensmittelproben.

“Das Dramatische ist, dass die Regierung nicht handelt“, kritisierte Breuer und forderte Schutzmaßnahmen und bessere Aufklärung der gefährdeten Bevölkerung vor Ort. “Das sowjetische Regime hat nach der Katastrophe von Tschernobyl in Evakuierungsfragen schneller gehandelt als die jetzige japanische Regierung“, rügte Breuer. Zudem sei jetzt in Japan wie 1986 auch in Tschernobyl die Tragweite des atomaren Unfalls heruntergespielt worden.

dapd

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