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Feuer-Inferno in Griechenland: Schockierendes Video von Schiff zeigt Flammenhölle

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Von: Martina Lippl

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Waldbrände in Griechenland: Die Küstenwache evakuierte Hunderte Einwohner und Urlauber auf der griechischen Insel Euböa (Evia).
Waldbrände in Griechenland: Die Küstenwache evakuierte Hunderte Einwohner und Urlauber auf der griechischen Insel Euböa (Evia). © Sotiris Dimitropoulos/imago

In Griechenland wüten unzählige Waldbrände. Auf der Insel Euböa mussten Hunderte Einwohner und Urlauber evakuiert werden. Ein Video zeigt unfassbare Szenen.

Athen - Es sind apokalyptische Aufnahmen auf einer Fähre. Die Küstenwache musste Hunderte Einwohner und Touristen von der griechischen Insel Euböa evakuieren. Rettungswege über Land waren komplett abgeschnitten. Das Feuer hatte die Menschen eingekesselt. Der einzige Ausweg führte über das Wasser.

Was das bedeutet, zeigt ein Video, dass sich auf Twitter verbreitet. Es sind dramatische Bilder. Die Flammen toben an Land. Die Menschen auf der Fähre in Sicherheit. Laut Küstenwache wurden von den Stränden am Freitag fast 700 Menschen gerettet.

Euböa ist die zweitgrößte Insel Griechenlands und liegt nördlich von Athen. Nur eine Meerenge trennt die Insel vom Festland.

Griechenland: Feuer auf der Insel Euböa wüten weiter

Am Sonntag wüten die Feuer in vielen Gebieten der Insel weiter stark. Weitere Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Bei Sonnenaufgang am Sonntag (8. August) wurden erneut Bewohner von einem Strand der Insel gerettet, wo sie von den Flammen eingekesselt worden waren, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA berichtet. An der Küste waren Militär- und Fährboote in Alarmbereitschaft, sollten weitere Evakuierungen nötig werden. Nun bedrohten die Flammen auch die Ortschaften Ellinika, Vasilika und Psaropouli. Es breiten sich immer wieder neue Feuerfronten aus. Der Wind facht bereits gelöschte Brände an.

Kein Ende der Brandkatastrophe in Sicht - Bürgermeister verzweifelt

Im Norden der griechischen Insel Euböa ist die Lage nach Worten des Bürgermeisters der kleinen Hafenstadt Istiaia, Giannis Kotzias, katastrophal: „Wir sind allein. Unser Ende ist nahe“, sagte er dem griechischen Nachrichtensender Skai.

Waldbrände in Griechenland: Feuer nördlich von Athen gelöscht

Im Norden Athens hat sich die Lage derweil stabilisiert. Das Feuer, das dort seit Dienstag in mehreren Ortschaften gewütet hatte, war am Sonntagmorgen nach Angaben der Feuerwehr nicht mehr aktiv. Auf der südwestlichen Halbinsel Peloponnes brannte es hingegen weiterhin in den Bezirken Elis und Messenien und in der Gemeinde Anatoliki Mani.

Am Samstag hatten die griechischen Behörden noch 55 aktive Feuer gemeldet, davon fünf Großbrände. Laut Daten des Europäischen Waldbrandinformationssystems (Effis) vom Samstag verbrannten allein in den vorherigen zehn Tagen 56.000 Hektar Land. In den Jahren 2008 bis 2020 waren es im selben Zeitraum im Durchschnitt 1700 Hektar.

Im Norden von Euböa waren nach Angaben der Feuerwehr 263 griechische sowie über 200 ukrainische und rumänische Feuerwehrleute im Einsatz, dazu 66 Fahrzeuge und sieben Löschflugzeuge und -helikopter.

NASA-Fire-Maps zeigt die Waldbrände in Griechenland.
NASA-Fire-Maps zeigt die Waldbrände in Griechenland. © Srceenshot NASA

Kampf gegen Waldbrände: Deutschland entsendet Einsatzkräfte der Feuerwehr

Deutschland hat Griechenland Hilfe zugesagt. Knapp 60 Einsatzkräfte aus Nordrhein-Westfalen sind am Sonntag aus Bonn in die Waldbrandgebiete nahe Athen gestartet, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Ein Konvoi aus 19 Fahrzeugen setzte sich in Gang, um den Kampf gegen die verheerenden Flammen in Griechenland zu unterstützen. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, die spezialisierte Einheit mit Kräften aus Bonn, Königswinter und Leverkusen werde auf dem Land- und Wasserweg voraussichtlich am Donnerstag am Zielort eintreffen. Unter den 56 Kräften seien 48 Feuerwehrleute, 4 Fachberater für Vegetationsbrandbekämpfung und 4 Helfer von Bonner Hilfsorganisationen.(ml/afp/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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