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Kroatien, Italien, Griechenland, Spanien und Frankreich: Diese Corona-Regeln sollten Urlauber im Blick haben

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Die Inzidenzen in den beliebtesten Urlaubsländern Europas steigen. Und die Urlaubs-Saison geht in den Endspurt. Welche Regeln wo gelten und und was Reisende jetzt wissen müssen. Ein Überblick.

München - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien schwankt regional laut European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC). Seit dem 27. Juli gilt das spanische Festland, als auch die Balearen und die Kanaren, als Hochrisikogebiet. Bereits am Sonntag werden die Kanarischen Inseln, Katalonien inklusive Barcelona und den Stränden der Costa Brava wieder von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte.

In manchen Regionen ist die Inzidenz leicht rückläufig. Wie auch auf Mallorca. Hier liegt sie laut Gesundheitsbehörden trotzdem noch über 200. Für Deutsche Urlauber bedeutet das: Sie müssen sich nach ihrer Rückkehr für zehn Tage in Quarantäne begeben. Erst wenn Reiserückkehrer einen negativen Test vorlegen können, dürfen sie nach frühestens fünf Tagen die Isolation beenden. Bei Verstößen folgen Bußgelder.

Coronavirus in Europa: Die Spanische Regierung erklärt Deutschland zum Risikogebiet

Deutsche Urlauber, die nach Spanien reisen, müssen mit schärferen Maßnahmen rechnen. Denn Spanien hat Deutschland zum Hochrisikogebiet erklärt. Laut Auswärtigem Amt müssen alle Reisenden ab zwölf Jahren bei der Einreise nach Spanien zwingend einen negativen Corona-Test oder ihren Impf- oder Genesenen-Nachweis vorlegen.

Ein Mittelmehrstrand mit Corona-Warnschildern.
In vielen europäischen Urlaubsländern gelten Abstands-Regeln und Beschränkungen. © Clara Margais/dpa

Coronavirus in Europa: Frankreich gilt als Hochrisikogebiet

Das Robert Koch-Institut stuft auch Frankreich als Hochrisikogebiet ein, mit einer aktuellen Inzidenz von 247. Wie das Auswärtige Amt mitteilt, ist Frankreich regional sehr unterschiedlich von Covid-19 betroffen. Besonders hoch ist das Infektionsgeschehen im ganzen Südosten, inklusive der Mittelmeerküste. Also: Korsika, Okzitanien sowie der Côte d‘Azur. Auch von touristischen Reisen in die Überseegebiete wie Guadeloupe, Marnique, Réunion, St. Barthélemy, St. Martin, Französisch-Guyana und Französisch-Polynesien rät das Auswärtige Amt derzeit ab.

Urlauber müssen Folgendes beachten, wenn sie nach Frankreich einreisen wollen: Geimpfte können ohne weitere Probleme nach Frankreich. Ungeimpfte benötigen einen negativen Test, der nicht älter sein darf als 72 Stunden. Urlauber bei denen die Infektion mit Sars-Cov-2 länger als sechs Monate zurückliegt, müssen ebenso einen Test bei der Einreise nach Frankreich vorweisen.

Coronavirus in Europa: In Frankreich gilt die 3-G-Regel für Restaurants und andere Aktivitäten im Innenraum

Für einen Restaurantbesuch, aber auch für den Eintritt in ein Einkaufszentrum oder für die Mitfahrt von Zügen oder Bussen, gilt in Frankreich eine Nachweispflicht - also geimpft, genesen oder getestet. Akzeptiert werden auch die Nachweise der Apps „CovPass“ oder „Corona-Warn-App“.

Digitaler Impfnachweis
Urlauber können mit der App „CovPass“ in europäischen Ländern ihren Impfstatus vorweisen. © Stefan Puchner/dpa

Außerdem für Reisende zu beachten: In Südfrankreich werden derzeit Campingplätze und Ortschaften evakuiert, da sich hier heftige Waldbrände ausbreiten. Auch in anderen Gebieten im Mittelmeerraum, Portugal, Italien, Türkei und Algerien kämpfen Feuerwehrleute gegen die heftigen Brände.

Coronavirus in Europa: Während in Portugal die Inzidenz sinkt, steigt der Wert in Italien

Auch in Portugal gilt die 3-G-Regel. Wer kein digitales EU-Covid-Zertifikat vorweisen kann – dieses wird auch beim Hotel-Check-In oder beim Restaurantbesuch verlangt – braucht einen Test. Zuletzt waren die Corona-Infektionen deutlich gesunken, wie das Auswärtige Amt mitteilt. Die Wochen-Inzidenz für Portugal beträgt etwa 180. Aus Sicht des RKI gelten nur noch die Region Lissabon und die Algarve als Hochrisikogebiet. Für Reiserückkehrer aus Nichtrisikogebieten gilt nur noch eine Testpflicht, ausgenommen sind Geimpfte und Genesene.

Strand während der Coronapandemie in Portugal.
Urlaub in Portugal ist aktuell trotz hoher Inzidenz ohne große Einschränkungen möglich. © Matthias Balk/ dpa

Wegen der Delta-Variante verzeichnet auch Bella Italia einen Anstieg der Infektionszahlen. Aktuell liegt diese bei 80. Wer nach Italien einreisen möchte, benötigt auch hier einen negativen PCR- oder Antigentest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Für geimpfte oder genesene Personen entfällt die Testpflicht, wenn sie den entsprechenden Nachweis vorlegen können. Auch das Ausfüllen eines Online-Formulars ist vor der Einreise zu beachten. Außerdem gut zu wissen: Wer in seinem Urlaub zuvor in Großbritannien war, für den herrscht Quarantäne-Pflicht. Diese entfällt frühestens nach fünf Tagen, bei einem negativen Test. Wie auch in Frankreich, Portugal und anderen europäischen Ländern müssen Gäste in Italien den Impfnachweis vorzeigen, um Innenräume von Restaurants, Museen oder auch Schwimmbädern zu betreten.

Coronavirus in Europa: In Griechenland wüten Waldbrände und die Inzidenzen steigen

Menschen die nach Griechenland reisen, müssen derzeit gleich mehrere Risiken im Blick behalten: Neben der Corona-Pandemie, ist Griechenland aktuell von zahlreichen großflächigen Wald- und Buschbränden betroffen, wie das Auswärtige Amt meldet. Die Brände, die sich auch in anderen Regionen im Mittelmeerraum ausgebreitet haben, wüten besonders heftig in Griechenland. Wo derzeit 300 Einsatzkräfte eine kilometerlange Feuerfront im Westen von Athen versuchen zu bändigen, wie der Spiegel schreibt.

Drei Feuerwehrleute bekämpfen eine Flammenwalze mit einem Löschschlauch
Feuerwehrleute bekämpfen einen Waldbrand in der Nähe der Stadt Olympia. Einsatzkräfte sind nach wie vor im Einsatz und bekämpfen Waldbrände. Das Feuer östlich von Athen ist wohl Brandstiftern zuzuschreiben. © picture alliance/dpa/ilialive.gr/AP | Giannis Spyrounis

Zu der Feuerkatastrophe kommt auch noch eine erhöhte Inzidenz, die landesweit bei etwa 250 liegt. Die Infektionen steigen besonders in den Großstädten und auf Inseln wie Mykonos. Regionen in Griechenland werden nach aktuellen Berichten nun zum Hochrisikogebiet erklärt. Kreta, die Ionischen Inseln um Korfu und die südliche Ägäis, mit Urlaubsinseln wie Rhodos, Kos, Mykonos oder Naxossind, sind davon betroffen. Für die Einreise ist Folgendes zu beachten: Wer keinen Impf-Nachweis vorlegen kann, darf nur mit einem gültigen negativen Test nach Griechenland. Ausgenommen sind, wie häufig, Kinder unter 12 Jahren. Sollte die Erkrankung mit Sars-Cov-2 länger als 180 Tage her sein, wird ein Test benötigt. Vor der Ankunft müssen sich Einreisende über ein Online-Formular anmelden.

Um keine Corona-Hotspots an Urlaubsorten zu befördern, hat die griechische Regierung lokale Einschränkungen ausgesprochen. Da in den vergangenen Tagen auf Kreta die Infektionszahlen rasant nach oben schnellten, gilt hier für die kommenden sechs Tage ein nächtliches Ausgangsverbot für die Region Rethymno. Eine ähnliche Verordnung wurde für Chania und Iraklio um eine Woche verlängert. Zusätzlich gilt ein Musikverbot in Lokalen.

Corona in der EU: In Kroatien sind Veranstaltungen und Zusammenkünfte nur bis 24 Uhr erlaubt

Im Durchschnitt liegt die Sieben-Tages-Inzidenz bei circa 50 Fällen pro 100.00 Einwohnern. Regional schwankt die Inzidenz stark. So sind die kroatische Hauptstadt Zagreb, die Region Split-Dalmatien am stärksten mit über 500 bestätigten Fällen betroffen. Das kroatische Innenministerium empfiehlt, sich vor der Einreise online anzumelden, wie das Auswärtige Amt schreibt. Außerdem benötigen Urlauber einen Impf- oder Geneseausweis oder einen negativen Test.

Veranstaltungen sind in manchen Regionen zeitlich reglementiert, wie beispielsweise in Urlaubsregionen rund um die Adria. An öffentlichen Orten dürfen in privaten Runden nur 15 Personen zusammenkommen. Zwar sind Cafés und Restaurants im Außen- und Innenbereich geöffnet, aber das Angebot in Geschäften und im öffentlichen Verkehr ist eingeschränkt.

Coronavirus - Grenzkontrollen
An den Grenzen kontrollieren Deutsche Bundespolizisten Reiserückkehrer auf entsprechende Nachweise. © Matthias Balk

Coronavirus in Europa: Österreich achtet bei Reisenden auf das Datum der Zweitimpfung

Österreich: Auch in Österreich gelten die üblichen Einreiseregelungen, sowie im Land selbst die 3-G-Regeln. Österreich ist mit einer aktuellen Sieben-Tage-Inzidenz nach EDCD-Angaben bei 117 und somit nicht als Risikogebiet eingestuft. Zu beachten ist aber, dass der Nachweis zum vollständigen Impfschutz nicht älter als 270 Tage sein darf.

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