+
Die Grippe verbreitet sich rasant. Foto: Maurizio Gambarini/Illustration

Schwerpunkt im Süden und Osten

Grippewelle rollt mit neuem Spitzenwert

In Bayern hat eine Kirchengemeinde sogar das Weihwasserbecken geleert, um Ansteckungen mit Grippeviren zu vermeiden. Nützen dürfte das nicht viel. Die Influenza hat Hochsaison.

Berlin (dpa) - Die Grippewelle in Deutschland hat einen neuen Höhepunkt erreicht. In der dritten Februarwoche registrierte das Robert Koch-Institut rund 24 000 Grippefälle. Der Schwerpunkt liegt im Moment im Süden und Osten des Landes.

In der Woche davor waren es bundesweit rund 18 700 Fälle. Insgesamt sind in dieser Grippesaison rund 82 000 Menschen nachweislich an Grippe erkrankt, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza mit. Die Dunkelziffer liegt in der Regel deutlich höher, weil nicht von jedem Patient Erregerproben analysiert werden.

136 starben nachweislich nach einer Influenza-Infektion. Es waren vorwiegend Menschen im Seniorenalter, die oft Vorerkrankungen hatten. Die wirkliche Zahl der Todesfälle könne ebenfalls höher liegen, erläuterte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung als Todesursache ließen sich Grippe-Erreger als Ursache zum Beispiel oft nicht mehr nachweisen.

Vorwiegend kursieren weiterhin Grippeviren des Typs B. Anfängliche Zweifel an der Wirksamkeit des Dreifach-Impfstoffs, den die Krankenkassen bezahlen, haben sich laut RKI nicht bestätigt. "Die Wirksamkeit des Impfstoffs liegt im Moment bei 46 Prozent", sagte Glasmacher. Das sei bei der üblichen Schwankungsbreite zwischen 20 und 60 Prozent Wirksamkeit bei Grippe gar nicht schlecht. Der Impfstoff kann nicht zu hundert Prozent treffen. Ein Grund dafür ist, dass er vor Beginn der Grippesaison auf der Basis von Wahrscheinlichkeiten zusammengestellt wird.

Wie stark die Grippewelle im Vergleich zu anderen Jahren ausfällt, kann das RKI in der laufenden Saison noch nicht bewerten. Die Zahl der Arztbesuche wegen akuter Atemwegserkrankungen liege im Moment deutlich höher, sagte Glasmacher. "Aber das allein ist noch nicht außergewöhnlich", ergänzte sie. Es sei immer noch sinnvoll, sich jetzt gegen Grippe impfen zu lassen. "Der Aufbau des Schutzes dauert zwei Wochen. Und dann ist die Grippewelle noch nicht vorbei."

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schlimme Unwetter in Italien: Hagel und Eis sorgen für Chaos - Experte warnt
Ein heftiger Hagelsturm hat die italienische Hauptstadt in einer Winterlandschaft verwandelt und für Chaos in Rom gesorgt.  
Schlimme Unwetter in Italien: Hagel und Eis sorgen für Chaos - Experte warnt
Überfall auf Geldtransporter in Berlin: Waren es Profis oder Amateure? - Neue Erkenntnisse
Mehrere Maskierte haben am Freitagmorgen einen Geldtransporter mitten in Berlin überfallen. Dabei fielen Schüsse auf Polizisten. Die Täter sind flüchtig.
Überfall auf Geldtransporter in Berlin: Waren es Profis oder Amateure? - Neue Erkenntnisse
12-Jähriger ändert WhatsApp-Statusbild - sofort Polizeieinsatz
Ein 12-Jähriger ändert sein WhatsApp-Statusbild - kurz später steht die Polizei vor seiner Haustür.
12-Jähriger ändert WhatsApp-Statusbild - sofort Polizeieinsatz
Mädchen backt Kekse mit unvorstellbar perverser Zutat für ihre Mitschüler 
Ein Mädchen bot ihren Mitschülern selbst gebackene Kekse an, die eine unvorstellbar perverse Zutat enthielten. Neun Schüler aßen davon. 
Mädchen backt Kekse mit unvorstellbar perverser Zutat für ihre Mitschüler 

Kommentare