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Feuerwehrleute bei Löscharbeiten in der bei Touristen beliebten Stadt Dukezong.

1300 Jahre alt

Feuer zerstört tibetische Stadt zu großem Teil

Dukezong - Ein gewaltiges Feuer hat nahezu ein Viertel der rund 1300 Jahre alten tibetischen Stadt Dukezong zerstört. Tausende Bewohner befinden sich derzeit auf der Flucht.

Ein Großfeuer hat etwa 240 überwiegend hölzerne Häuser einer historischen Stadt im Südwesten Chinas zerstört. Fast ein Viertel aller Gebäude von Dukezong gingen in Flammen auf. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Mehr als 2600 Bewohner seien aus der rund 1300 Jahre alten Stadt in Sicherheit gebracht worden, berichteten staatliche Medien am Samstag. Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar. Brandstiftung schlossen die Behörden aus.

Nach mehreren Stunden sei das Feuer gelöscht worden, teilte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua mit. Mehr als 2000 Feuerwehrleute, Polizisten, Soldaten und Freiwillige hätten sich an den Löscharbeiten beteiligt. Allerdings erschwerte das trockene und windige Wetter die Rettungsarbeiten. Um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern, wurden 43 weitere Häuser abgebrochen, berichtete Xinhua. In der Stadt standen bis zu dem Brand rund 1000 Holzhäuser.

Dukezong ist eine der ältesten und am besten erhaltenen Städte in der Region und aufgrund seiner Holzhäuser und historischen Gassen ein bei Touristen beliebtes Reiseziel. Der Ort war einst Zwischenstopp an der südlichen Seidenstraße und firmiert auch unter dem Namen „Mondscheinstadt“.

Im Mai 2002 benannte Chinas Staatsrat den Bezirk Zhongdian nach dem Mythos Shangri-La um, dem Traum der Menschheit von einem irdischen Paradies. Seitdem dürfen die Bewohner der Provinz Yunnan offiziell behaupten, dass ihre Heimat Vorbild für das Shangri-La gewesen sei, welches der britische Schriftsteller James Hilton in seinem Romanklassiker „Der verlorene Horizont“ von 1933 beschrieben hat.

Zuvor hatten sich die Provinzen Yunnan und Sichuan über Jahre einen erbitterten Streit darüber geliefert, wer die Bezeichnung Shangri-La für sich beanspruchen darf, um so Tourismus und Wirtschaft anzukurbeln.

dpa

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