Leere Auslagen an einer aufgestellten Wand.
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Wie Sie sehen, sehen Sie nichts: In den leeren Auslagen waren einst Schoko-Ostereier ausgestellt.

Fotos aus Supermärkten gehen viral

An Ostern stehen die Briten wieder vor leeren Regalen - diesmal fehlt es aber nicht an Klopapier

Wer sich in Großbritannien mit einer Oster-Spezialität eindecken wollte, musste schnell sein. Vielen verhinderten Kunden bleiben nur Hilferufe in den sozialen Medien.

London - Wer sich in Großbritannien zu den Feiertagen was Süßes gönnen wollte, musste in diesem Jahr frühzeitig planen und zur Tat - also dem Einkauf - schreiten. Denn zum zweiten Osterfest in der Pandemie haben sich die Prioritäten auf der Insel ganz offensichtlich verschoben. War vor einem Jahr noch das Klopapier infolge eifriger Hamsterkäufer knapp, haben sich die Briten in diesem Jahr auf Schoko-Ostereier gestürzt. Etliche Kunden teilten in den sozialen Netzwerken Fotos von leeren Supermarkt-Regalen.

Der Guardian zitiert User, die in zehn verschiedenen Supermärkten gewesen und dennoch mit leeren Händen zurückgekehrt sein sollen. Jemand schrieb scherzhaft bei Twitter: „Vielleicht hätte ich mich zu Neujahr darum kümmern müssen.“ Für einen anderen User sahen die leeren Regale aus, „als wären die Heuschrecken darüber hergefallen“.

Video: Besondere Rezeptideen zu Ostern

Ostereiersuche in Großbritannien: Mehr als 59 Millionen Euro für Süßigkeiten ausgegeben

Handelsketten bestätigten dem dem Blatt die hohe Nachfrage: Der Supermarkt Asda verkaufte demnach mehr als doppelt so viele Oster-Artikel wie im Vorjahr, bei Marks & Spencer und Cadbury waren in den Online-Shops kurz vor Ostern gar keine Eier mehr verfügbar. Bis zum Dienstag vor den Feiertagen hatten die Briten dem Bericht zufolge bereits mehr als 50 Millionen Pfund (umgerechnet knapp 59 Millionen Euro) für Oster-Süßigkeiten ausgegeben.

Nach Monaten der strengen Kontaktbeschränkungen dürfen sich die Menschen in England seit einigen Tagen draußen wieder mit bis zu sechs Personen treffen. Übernachtungsbesuche bei Freunden oder Verwandten über Ostern sind allerdings - genau wie touristische Reisen - weiterhin verboten. (dpa/mg)

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