Die Geschichte des Sterns von Bethlehem sehen sich diese Besucher im Planetarium in Wolfsburg an
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Die Geschichte des Sterns von Bethlehem sehen sich diese Besucher im Planetarium in Wolfsburg an. (Archivbild)

Nächstes Mal erst im Jahr 2080

Weihnachtsstern? Seltenes Phänomen sorgt heute für Himmels-Spektakel - „etwas Besonderes“

  • Veronika Arnold
    vonVeronika Arnold
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Sehen wir bald den Stern von Bethlehem? Ein seltenes Himmelsspektakel ist kurz vor Weihnachten zu beobachten. Eine äußerst seltene Konstellation. Astrologen sind im Vorfeld ganz aus dem Häuschen.

Update vom 21. Dezember 2020: Am heutigen Montag steht nicht nur die Wintersonnenwende an, sondern wir können am Himmel auch noch ein besonderes und seltenes Phänomen beobachten. Gemeint ist fachlich gesehen die große Konjunktur von Jupiter und Saturn. Von der Erde aus gesehen, entsteht dadurch ein heller „Weihnachtsstern“ am Nachthimmel.

Weihnachtsstern am Himmel 2020: Die große Konjunktur sorgt für Spektakel

Erstmeldung vom 8. Dezember 2020: Houston - In der Weihnachtsgeschichte gilt der Stern von Betlehem, auch Dreikönigsstern oder Weihnachtsstern genannt, als Wegweiser zum Geburtsort Jesu Christi. Die Weisen aus dem Morgenland hätten durch den Komet mit dem langen Schweif im Jahr sieben vor Christus den richtigen Weg gefunden, so das Matthäusevangelium. Doch möglicherweise handelte es sich damals um ein seltenes Himmelsspektakel, das auch wir in diesem Jahr kurz vor Weihnachten bezeugen können. So zumindest die Vermutung einiger Astrologen.

Seltenes Himmelsphänomen: „Große Konjunktion“ als Erklärung für Stern von Bethlehem?

Nur alle zwanzig Jahre kommt es zur sogenannten „großen Konjunktion“. Bezeichnet wird damit die Begegnung der Planeten Jupiter und Saturn, zu der es auch im Jahr 2020 kommt - genauer gesagt am 21. Dezember. Grund für die Seltenheit dieser Konstellation: Jupiter umrundet in zwölf Jahren und Saturn in knapp dreißig Jahren die Sonne. So nahe wie in diesem Jahr sollen sich die Planeten aber Studien zufolge zuletzt am 4. März 1226, also vor knapp 800 Jahren gekommen sein. Das erläutert Patrick Hartigan von der Rice University in Houston. Und diese äußerst seltene Konstellation könnte auch eine Erklärung für den Stern von Bethlehem sein, so die Vermutung in der Astrologie-Szene.

Stern von Bethlehem? Seltenes Himmelsspektakel im Dezember 2020

Die Annäherung der beiden Planeten ist bereits seit vielen Wochen zu beobachten, so Hartigan im Gespräch mit der Yucatan Times. Vom 16. bis 21. Dezember ist es dann schließlich soweit: Jupiter holt Saturn im Sternbild Steinbock ein und es kommt zur „großen Konjunktion“. Nur in einem winzigen Abstand von einem Fünftel Vollmond-Durchmesser zieht er südlich am Ringplaneten vorbei. Beide Planeten sehen dann aus wie ein heller Doppelstern.

Jupiter und Saturn: So sehen Sie die seltene Planeten-Begegnung

Zu sehen gibt es das Planetenpaar jeweils nur für rund eine Stunde nach Sonnenuntergang tief am Südwesthimmel. Jupiter ist der hellere Planet, Saturn zeigt sich in einem fahlen, gelblichen Licht und ist merklich lichtschwächer. Gegen halb sieben Uhr abends versinken beide unter dem Südwesthorizont. Zu den beiden Riesenplaneten gesellt sich am 17. Dezember die schmale Sichel des zunehmenden Mondes, ein netter Himmelsanblick gegen 18 Uhr.

Die britische University of Exeter will das himmlische Jahrhundertereignis live übertragen.

Eine beeindruckendes Himmelsphänomen gibt es übrigens auch vom 6. bis 16. Dezember zu sehen, dann tauchen die Sternschnuppen des Geminidenstroms auf. Sie zählen zu den größten Sternschnuppenschwärmen des Jahres. Dennoch stehen sie meist im Schatten der wesentlich bekannteren Perseiden, die im Sommer auf der Erde niedergehen.

Himmelsphänomen erst wieder in 60 Jahren zu beobachten

Das nächste Mal kommen sich die beiden Planeten laut Hartigan erst am 15. März 2080 so nah, also in knapp 60 Jahren, wieder. Ein Blick auf das seltene Himmelsphänomen werfen zu können, ist also eine einmalige Gelegenheit. (va)

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