Fernbus nach Berlin auf Autobahn verunglückt - viele Verletzte

Fernbus nach Berlin auf Autobahn verunglückt - viele Verletzte
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Scheinwerfer strahlen das Haus an, in dem sich der gesuchte mutmaßliche Gewalttäter verschanzt hatte. Foto: Monika Skolimowska

Nach Tod von Rentnerin

Großeinsatz bei Dresden - Verdächtiger tot

Ein Mann soll in Dresden eine Rentnerin getötet haben. Auf der Flucht verschanzte sich der bewaffnete Tatverdächtige auf einem alten Kasernenareal.

Königsbrück (dpa) - Der mutmaßliche Gewalttäter, der sich bei Königsbrück in der Nähe von Dresden verschanzt hatte, ist tot. "Unsere Einsatzkräfte haben einen Raum betreten und den Tatverdächtigen leblos aufgefunden", schrieb die Polizei Sachsen auf Twitter: "Wir gehen von Suizid aus."

Auf der Flucht vor der Polizei hatte sich der mutmaßliche Gewalttäter zuvor in einem alten Garnisonsgebäude verschanzt und mehrere Schüsse abgefeuert.

Der Polizei gelang es auf dem Gelände 30 Kilometer nordöstlich von Dresden über Stunden nicht, den 33 Jahre alte Sportschütze zu stellen. Der ehemalige Bundeswehrsoldat stand im Verdacht, in Dresden seine 75 Jahre alte Nachbarin getötet zu haben. Die Rentnerin war am Samstag mit mehreren Messerstichen tot in ihrer Wohnung gefunden worden.

Aus dem Haus in Königsbrück im Landkreis Bautzen eröffnete der Mann mehrfach das Feuer. Dabei wurde ein Beamter der GSG 9, der Spezialeinheit der Bundespolizei, am Arm verletzt. Zudem wurde ein Diensthund beim ersten Zugriffsversuch durch ein Projektil getroffen.

Versuche der Verhandlungsgruppe, mit dem Mann Kontakt aufzunehmen, scheiterten. Der Gesuchte, dessen Eltern in Königsbrück wohnen, lehnte den Kontakt ab. Der Einsatz geriet zur Geduldsprobe mit ungewissem Ausgang.

Nach dem Mann fahndete die Polizei seit Samstag. Am Montagvormittag hatte die Polizei nach Zeugenhinweisen das Areal der ehemaligen Kaserne ins Visier genommen und weiträumig abgesperrt. Anwohner hatten an dem Waldstück ein weißes Fahrzeug gesehen. Mit dem Verdächtigen war auch ein weißer Wagen mit Kamenzer Kennzeichen zur Fahndung ausgeschrieben.

Über dem Areal kreisten Hubschrauber. Als für einen Augenblick der Wind abgeebbt war und der Rotorenlärm des Helikopters nachgelassen hatte, hatten Zeugen hinter der Polizeiabsperrung Schüsse gehört. Immer wieder waren Schaulustige zur Kaserne gekommen.

Bereits am vorigen Donnerstag hatte es in der Wohnung des Gesuchten einen Polizeieinsatz gegeben. Nachbarn hatten die Beamten alarmiert, weil der 33-Jährige im Alkoholrausch randaliert hatte. Der Mann war wegen aggressiven Verhaltens für eine Nacht in Gewahrsam genommen worden.

Der Polizei zufolge waren in der Wohnung zudem mehrere Waffen festgestellt und vorsorglich in Verwahrung genommen worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers handelte es sich dabei um fünf Gewehre und zwei Pistolen. Der 33-Jährige ist Sportschütze und hat eine Waffenbesitzkarte für die Waffen. Die Waffenbehörde der Stadt Dresden sei über das Vorkommnis informiert worden.

Bei dem Einsatz nun am Montag waren rund 200 Polizisten aus Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt sowie von der Bundespolizei im Einsatz. Am Abend wurden Kräfte aus anderen Bundesländern zur Ablösung angefordert.

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