Großeinsatz in Berliner Schule - Polizei sucht Bewaffneten

Berlin - Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Dienstag in einer Schule in Berlin-Kreuzberg stundenlang nach einem angeblich bewaffneten Mann gesucht. Sämtliche Schüler mussten das Oberstufenzentrum Handel verlassen, wie ein Polizeisprecher sagte.

Beamte durchkämmten die verwinkelten Gebäude, Sperren wurden errichtet, Rettungswagen fuhren vor, ein Hubschrauber kreiste über dem Gelände. Mehr als 100 Beamte sowie Spezialeinsatzkräfte kamen zum Einsatz. Nach und nach rückten auch Zivilpolizisten an. Auslöser war ein anonymer Anruf kurz nach 9.00 Uhr. Der Anrufer wollte einen Mann mit einer Waffe gesehen haben. Bis zum Mittag war nicht klar, ob es sich um einen falschen Alarm handelte.

Meldungen, nach denen sich mehrere Menschen in dem Gebäude verschanzt haben, widersprach die Polizei. "Unser Kenntnisstand ist der eines bewaffneten Mannes." Die Beamten suchten auch nach weiteren Zeugen, die diesen gesehen haben. "Es ist momentan ausgesprochen unklar, was es mit diesem Notruf auf sich hat", hieß es.

Zahlreiche Schüler beobachteten den Einsatz von der Straße aus. Das Oberstufenzentrum ist mit mehr als 6000 Schülern und 260 Lehrern nach eigenen Angaben das größte Deutschlands. Der unübersichtliche Komplex besteht aus einer früheren preußischen Kaserne und Neubauten. In dem Schulzentrum sind neben der Berufsschule eine gymnasiale Oberstufe, eine Fachoberschule und eine Berufsfachschule untergebracht.

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