+
Die E-Zigarette spaltet die Gemüter. Fakt ist jedoch: Die Anzahl der Fans steigt immer stärker.

Großrazzia wegen E-Zigaretten

Schwelm - Obwohl sie stark umstritten ist, steigt die Zahl der E-Zigaretten-Fans immer weiter. Jetzt haben Fahnder in einer Großrazzia fast 50 000 Fläschchen der Nachfüllflüssigkeit beschlagnahmt.

Liquid, so heißt die Nachfüllflüssigkeit mit der E-Zigaretten betrieben werden können. Die hohe Nachfrage nach dem elektronischen Dampf hat nun die Zollfahndung zu ersten Großrazzien gegen den Nikotin-Liquid-Handel veranlasst.

Lesen Sie hierzu auch:

Heiß umstritten: Die E-Zigarette

So funktioniert die E-Zigarette

Wie die Bild berichtet, fand die Razzia in Schwelm bei der Firma "SmokerStore" statt. Nach Angaben des Besitzers haben die Beamten am Mittwoch rund 16 500 Fläschchen Liquid mit je 10 Millilitern beschlagnahmt. Darauf waren die Fahnder nicht vorbereitet und mussten prompt improvisieren: Ein zusätzlicher Transporter und ein geräumigeres Lager mussten aufgetrieben werden. Der Gesamtwert der Ware beträgt circa 100 000 Euro. Bei einer weiteren Razzia in Hannover wurden am Dienstag 28 000 Fläschchen Liquid einkassiert

Rauchen am Arbeitsplatz: Das sind Ihre Rechte

Rauchen am Arbeitsplatz: Das sind Ihre Rechte

Grund der Razzien ist, dass manche der Liquidfläschchen Nikotin enthalten und somit unter das Arzneimittelgesetz fallen. Die Zigaretten könnten demnach nur von Arzten und Apothekern an Kunden weitergegeben werden. Bis jetzt hatte es nur einen unkontrollierten Markt für Liquid gegeben. Die Beschlagnahme der Substanzen durch den Zoll sei somit nach Ansicht der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu weiten Teilen rechtens.

Der Anwalt, der "SmokerStore" vertritt, erklärt aber, dass die rechtliche Grundlage noch unklar sei. Die EU wolle erst Mitte des Jahres entscheiden, ob die Nikotin-Liquids ein Genuss- oder Arzneimittel sind.

Die Bundesregierung schätzt nikotinhaltige E-Zigaretten laut einem Medienbericht als zulassungspflichtige Arzneimittel ein. Nikotin-Depots, -tanks oder -Liquids, die in die elektronischen Glimmstängel eingesetzt werden, dürften im Falle einer Zulassung demnach nur in Apotheken verkauft werden, wie die “Frankfurter Rundschau“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag berichtete. Ein Verkauf im Einzelhandel oder im Internet sei somit verboten.

Die E-Zigarette bleibt also weiterhin umstritten. Weitere Razzien sind nicht ausgeschlossen.

nam

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

News-Ticker zum Amoklauf: Hunderte Schüler demonstrieren für schärfere Waffengesetze
Bei dem Amoklauf an einer Schule in Parkland (US-Bundesstaat Florida) sind am Mittwoch 17 Menschen gestorben. Nun kommen immer mehr Details zum Attentäter ans Licht. Wir …
News-Ticker zum Amoklauf: Hunderte Schüler demonstrieren für schärfere Waffengesetze
Erzieherin vergisst 3-Jährige auf Spielplatz - Kurz darauf ist sie tot
Es ist ein tragischer Vorfall, der sich in Moskau ereignete: Eine Erzieherin vergisst ein kleines Mädchen auf dem Spielplatz. Nur kurze Zeit später ist die 3-Jährige tot.
Erzieherin vergisst 3-Jährige auf Spielplatz - Kurz darauf ist sie tot
Lotto am 17.02.2018: Das sind die aktuellen Lottozahlen vom Samstag
Lotto am 17.02.2018: Und? Haben Sie Glück gehabt? Das sind die aktuellen Lottozahlen vom Samstag. Vier Millionen Euro liegen heute im Jackpot.
Lotto am 17.02.2018: Das sind die aktuellen Lottozahlen vom Samstag
Erdbeben erschüttert Südwesten Großbritanniens 
Am Samstagnachmittag kam es zu einem Erdbeben im Südwesten von Großbritannien. Über Schäden ist zunächst nichts bekannt. 
Erdbeben erschüttert Südwesten Großbritanniens 

Kommentare