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Großröhrsdorf: Kannte getötete 16-Jährige den Täter? Polizei nimmt offenbar drei Personen ins Visier

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Von: Marcus Giebel

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Das Verbrechen an einer 16-Jährigen wühlt ganz Deutschland auf. Die Polizei konzentriert sich auf das Umfeld der Jugendlichen. Von der Tatwaffe fehlt noch jede Spur.

Großröhrsdorf - Auch zwei Tage nach der schrecklichen Bluttat steht die Polizei im sächsischen Großröhrsdorf vor einem Rätsel. Warum musste eine 16-jährige Schülerin sterben? Am helllichten Tag. Auf einem Garagenhof.

Die Ermittler gehen offenbar davon aus, dass sich Opfer und Täter kannten. „Wir suchen im sozialen Umfeld“, wird Staatsanwalt Christopher Gerhardi in der Bild zitiert: „Bislang gibt es keinen dringenden Tatverdacht gegen eine Person.“ Allerdings sollen dem Blatt zufolge drei Personen als mögliche Verdächtige eingestuft worden sein. In welchem Verhältnis sie zu der Jugendlichen standen, geht aus dem Artikel nicht hervor.

Auf einem Kiesweg vor Garagen ist ein Dreieck aufgemalt
Tatort: Auf diesem Garagenhof wurde die 16-Jährige attackiert und tödlich verletzt. © Tino Plunert/dpa

Verbrechen an 16-Jähriger: Zeuge will etwa 20-jährigen Mann bei Tat gesehen haben

Ein Zeuge will jedenfalls einen Streit gehört und dann gesehen haben, wie ein etwa 20-jähriger und dunkel gekleideter Mann immer wieder auf die 16-Jährige einstach. Berichten zufolge soll es sich bei dem Opfer um eine gebürtige Polin aus dem sieben Kilometer entfernten Lichtenberg handeln, die in Großröhrsdorf die Oberschule besuchte. Sie war später in einer Klinik ihren Verletzungen erlegen.

Eine Möglichkeit ist offenbar, dass sich die 16-Jährige mit ihrem Mörder verabredet hatte und es dann zum Streit kam. „Die gestrige Obduktion des Opfers hat ergeben, dass das junge Mädchen tödliche Stichverletzungen erlitten hat - die dann letztlich zum Verbluten geführt haben. Hinweise auf ein Sexualdelikt liegen im Moment nicht vor“, verriet Gerhardi der Bild weiter.

Mord an 16-Jähriger: Polizei durchsucht Mülleimer, Bach und Garagenhof nach Tatwaffe

Noch sind die Einsatzkräfte auch auf der Suche nach der Tatwaffe. Dafür werden Mülleimer entleert, ein naher Bach durchkämmt, der Garagenhof genau unter die Lupe genommen. Auf Fotos ist zu sehen, wie Polizisten auf ein Dach steigen. Der Garagenhof soll nur 850 Meter von der Schule entfernt liegen, die die 16-Jährige besuchte.

Laut Radio Chemnitz waren auf dem Garagenkomplex am Donnerstag Farbmarkierungen zu sehen. Polizisten seien mit Schneeschaufeln unterwegs gewesen, um die Gegend abzusuchen. Ein Haus sei fotografiert worden.

Drei Personen in weißen Schutzanzügen mit Polizei-Schriftzug stehen vor einer Hecke und einem Stromkasten
Einsatz der Spurensicherung: Die Ermittler haben alle Hände voll zu tun. © Tino Plunert/dpa

Mord an 16-Jähriger: Polizei will Tatort über 3D-Kamera virtuell nachstellen können

„Wir drehen jeden Grashalm um den Tatort herum um, durchsuchen auch die Mülltonnen“, betonte ein ein Polizeisprecher: „Wir sind mit zahlreichen Kräften vor Ort und ermitteln so lange, bis wir den Täter gefunden haben.“ Auch Fährtenhunde kommen zum Einsatz. Anwohner, Nachbarn und Freunde der Getöteten werden befragt.

Bislang seien rund ein Dutzend Hinweise zur Tat eingegangen. Zudem nutzten die Ermittler eine 3D-Kamera, um den Tatort originalgetreu nachstellen zu können. So könnte dieser auch virtuell begangen werden. (mg)

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